Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

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Karat
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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Karat » 11.01.12 19:24

Wenn man "Stille Post" spielt, hoff jeder kennt das, dann ist nach wenigen Minuten von einem Ursprungssatz fast nichts mehr vorhanden. Also kann man sich seinen Teil denken, wenn es sich um ein Buch handelt, was Jahrhunderte mündlich überliefert wurde bis jemand began einiges schriftlich festzuhalten, wobei mit Sicherheit auch weiter munter dazu erfunden bzw weggelassen wurde.

Es ist wie schon gesagt, ein Buch von Menschen weiter nichts. Eine Art Geschichtsbuch über einen großen Zeitraum mit Erklärungen in Form von Wundern, die sich die Menschen damals nicht anders erklären konnten.

Ein Leben nach dem Tod OOOO neeeee, dann trifft man vielleicht Leute, die man nie wieder treffen will . :kotz: Und den ganze Tag "frohlocken" wie es Franz Josef Strauß (ein Münchner im Himmel) so schön beschrieben hat, will man auch nicht. Allein die Wolken -Sitzerei den ganzen Tag, :sleep: ach was sag ich .., bis in alle Ewigkeit ... Goooooott wie schrecklich.
Fühle die Würde eines Kindes, fühl dich nicht ihm überlegen, denn du bist es nicht.

Bonnetmaker
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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Bonnetmaker » 11.04.12 00:15

Jein. Es gibt mit Sicherheit ein "Weiterleben" des Verhaltens und des "Geistes" des Individuums. Diese Sicherheit kann ich ohne Mystik oder Religion gewinnen. (Informationstheorie ist genug.) Das, was wir "ich" nennen, reicht ja schon zu Lebzeiten des es tragenden Körpers über diesen Körper hinaus. Mit dem Tod ändern sich allerdings die Ressourcen und damit die Wirkungsmöglichkeiten der einzelnen Gestorbenen. Soweit die sichere Erkenntnis. Mit ihr kann man sich dann auf das Sterben als noch zu Lebzeiten anzugehende Herausforderung konzentrieren. Hier hilft dann z.B. Seneca mehr, als die Informationstheorie. Mystisch orientierte Menschen mögen diese Erklärung etwas "kalt" finden. Das mag so sein. Vielleicht mag es aber auch nicht so sein.

carola
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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon carola » 11.04.12 11:43

Bonnetmaker hat geschrieben: Mit dem Tod ändern sich allerdings die Ressourcen und damit die Wirkungsmöglichkeiten der einzelnen Gestorbenen. ...


Als trockenen Humor fände ich Formulierungen wie diese gut und würde mitlachen.
Da Du aber einen normal ernsthaften Beitrag schreibst,
wird Dir, so vermute ich , spätestens mit dem Tod
(aber hoffentlich schon früher also noch zu Lebzeiten),
Dein gesteltzte Gelaber noch sehr peinlich sein.

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Spocky
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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Spocky » 11.04.12 16:12

Bonnetmaker hat geschrieben:Es gibt mit Sicherheit ein "Weiterleben" [...] Diese Sicherheit kann ich ohne Mystik oder Religion gewinnen. (Informationstheorie ist genug.)


Nö, sicher ist erst mal gar nichts. Diese Sicherheit hast du mit und ohne Religion. Was Informationstheorie damit zu tun hat, keine Ahnung, das müsstest du mir nochmal genauer erklären. Da ich von dieser Theorie keine blassen Schimmer habe und mir das Wissen, dass ich über Informationstherorie habe, grade über Wikipedia angeeignet habe, habe ich gerade den Verdacht, dass diese Theorie nur sehr wenig mit dem zu tun hat, was wir gerne als "Leben nach dem Tod" bezeichnen.

Mit dem Tod ändern sich allerdings die Ressourcen und damit die Wirkungsmöglichkeiten der einzelnen Gestorbenen.


Was der Satz heißen soll is mir nicht ganz klar. Ich habe so das Gefühl, du willst mit dem ganzen Text sagen: Ja, es gibt ein Leben nach dem Tode, weil mal in Erinnerungen weiterleben kann. Solange jemand meiner gedenkt, werde ich weiterleben. Das ist aber etwas anderes, als das Leben, das wir gerade haben.

Vielleicht wolltest du auch sagen: Die Transsubstanz ist tendenziell inkorporiert. Ich kann ja nur vermuten.
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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Bonnetmaker » 11.04.12 23:45

Spocky hat geschrieben:... Vielleicht wolltest du auch sagen: Die Transsubstanz ist tendenziell inkorporiert. ...


Nö.

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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Bonnetmaker » 11.04.12 23:57

carola hat geschrieben:... wird Dir, so vermute ich , spätestens mit dem Tod
(aber hoffentlich schon früher also noch zu Lebzeiten),
Dein gesteltzte Gelaber noch sehr peinlich sein.

Carola


Das ist eine anregende und feinsinig dargebrachte Vermutung. Respekt. Wenn uns mit dem Tod etwas "peinlich" sein könnte, würde das möglicherweise helfen, mit der Antwort auf die Frage nach einem Leben nach dem Tod ein bisschen weiter zu kommen.

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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Vera » 12.04.12 10:09

Bonnetmaker hat geschrieben:
carola hat geschrieben:... wird Dir, so vermute ich , spätestens mit dem Tod
(aber hoffentlich schon früher also noch zu Lebzeiten),
Dein gesteltzte Gelaber noch sehr peinlich sein.

Carola


Das ist eine anregende und feinsinig dargebrachte Vermutung. Respekt. Wenn uns mit dem Tod etwas "peinlich" sein könnte, würde das möglicherweise helfen, mit der Antwort auf die Frage nach einem Leben nach dem Tod ein bisschen weiter zu kommen.




Intelligent gekontert! Mit so einer Antwort deinerseits hatte ich fast gerechnet, aber diese Formulierung ist wirklich brillant. Danke dafür.
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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon carola » 12.04.12 12:37

Sooo brilliant auch nun wieder nicht, aber zugegebenermaßen nicht schlecht :wink:
Doch wir sind kein bisschen weiter gekommen,
denn natürlich hab auch ich nur Vermutungen, wie ich schrieb
(ich bin ein Agnostiker, aber ein heiterer :D )
Wie Spocky gestern so schön sagte:
"...Nö, sicher ist erst mal gar nichts. Diese Sicherheit hast du mit und ohne Religion..."

Jürgen Domians Interviews/Auftritte der letzten Tage in Radio und TV zu seinem "Tod-Buch"
(die Gordon bei http://nachtlager.de/go/de/intro/gastauftritte.html zusammengetragen hat,
und die man alle in Podcasts/Mediatheken findet),
hab ich mir reingezogen, aber sind mir teilweise sauer aufgestoßen.
Nicht vom Inhalt, aber wie der so komisch betonend gestelzt redet- für wen hält der sich??

Ihr seht, die Art und Weise ist es oft, die mich nervt. Und da, Bonnetmaker und Vera, bin ich dann ungerne feinsinnig.

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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon zappa » 12.04.12 14:22

mich würde ja nun doch noch brennend interessieren, was denn nun die informationstheorie über ein leben nach dem
tot beweist, außer, das es theoretisch möglich wäre unsere (hirn)software irgendwanneinmal informationstechnisch
zu klonen wenn man denn mal den inhalt aller synapsen auslesen könnte, oder so. :D

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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Vera » 12.04.12 14:34

Das wäre in der Tat praktisch, zappa. Erstens müssten junge Menschen nicht mühsam alles lernen, was ihre Vorfahren bereits wussten, weil man es ihnen ja einfach auf die Festplatte spielen könnte und zweitens ließen sich psychische Erkrankungen ja einfach löschen. Wer weiß? Vielleicht kommt es eines Tages dazu.
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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Bonnetmaker » 12.04.12 17:30

Carola, Vera, Zappa, das wird jetzt eine gute Diskussion. (Vorsichtshalber schreibe ich noch dazu, dass ich das ernst meine.) Ich bin derzeit auf Reisen, werde später aber noch antworten.

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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Nightowl11 » 14.04.12 22:45

zappa hat geschrieben:mich würde ja nun doch noch brennend interessieren, ..... ein leben nach dem
tot beweist,


Also ich wäre gerne mal probetod...so´ne art schnupperkurstod. Vielleicht gefällt das ja, dann könnte man evtl. das komplettpaket beantragen, herbeiführen, bestellen, per nachname..etc etc.

Und was heißt hier...wohin mit den milliarden Menschen, Tiere und Mücken...oben ist noch Platz, zumal der sich weiter ausbreitet ( wa?..bekommt doch schon eine Logik, oder?)

Ich sag mal in aller ernsthaftigkeit. Wer mal einen geliebten Menschen Verloren hat wünscht sich das, ein Leben nach dem Tod.

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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon Spocky » 15.04.12 11:37

Erich Fried hat geschrieben: Definition

Ein Hund
der stirbt
und der weiß
dass er stirbt
wie ein Hund
und der sagen kann
dass er weiß
dass er stirbt
wie ein Hund
ist ein Mensch


Dem ist wenig hinzuzufügen, nur eines: An ein Leben nach dem Tode zu glauben, hilft vielen ein Leben auf der Erde zu ertragen. Das ist nicht immer gut und die christliche Kirche (wie andere Religionen auch) haben das lange Zeit für sich ausgenutzt. Wir haben aber ein großes Privileg, denn wir sind nicht mehr kirchenhörig. Religion hat viel Macht verloren.
Trotzdem, wenn es einem Menschen hilft, den Tod eines Angehörigen zu überwinden, weil er Hoffung haben kann auf ein Wiedersehen, vollkommen egal, wie das aussieht, dann darf die Religion/Esoterik/Informationstheorie/wasweißich ausgelebt werden.
Nervig ist es dann, wenn man unbedingt predigen muss. Aber das gilt für Religiöse genauso wie für Agnostiker.

"Probetod" kenn ich aus Vorträgen über Nahtoderlebnisse. Meiner Meinung nach ist das Quatsch, weil wer tot ist, kann nicht mehr von ErLEBnissen sprechen. Is einfach so. Und wer lebt kann nicht tot sein.
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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon zappa » 15.04.12 13:57

Nightowl11 hat geschrieben:Also ich wäre gerne mal probetod...


was mir nu irgendwie bekannt vorkommt. :D

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Re: Gibt es ein Leben nach dem Tode ?

Ungelesener Beitragvon carola » 15.04.12 17:49

Spocky hat geschrieben:
Erich Fried hat geschrieben: Definition

Ein Hund
der stirbt
und der weiß
dass er stirbt
wie ein Hund
und der sagen kann
dass er weiß
dass er stirbt
wie ein Hund
ist ein Mensch





Damit zukünftig nicht mehr so viele Menschen sprichwörtlich wie ein Hund sterben müssen,
hat auch Jürgen Domian bei Lanz eine diesbzgl. notwendige Reform der Sterbehilfe thematisiert. Vielleicht trägt es dazu bei, dass endlich genug Parlamentarier das Thema aufgreifen.
Wäre zu wünschen.
Carola


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