Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

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Toter_Schatten

Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Toter_Schatten » 19.12.08 20:48

Salve Herrschaften :D

Habe mir mal folgendes überlegt: Jeder von uns hört doch gerne Musik, und besonders jene welche man selbst bevorzugt. Mit der Zeit gesellt sich bestimmt die ein oder andere CD dazu, doch von welcher davon würdest du sagen ' Ja, habe viele Gruppen die ich gerne höre, doch das, DAS ist MEIN Album Nr. 1 '!! Daher die Bitte, postet doch euer Lieblingsalbum ( ganz egal ob sie auf CD, Vinyl oder MC etc. sind ) hier herein, und versucht dies zu begründen warum. Also nicht einfach nur ein Album posten, sondern auch mit vernünftiger und ausreichender Begründung. Macht euch mal Gedanken......

Nun gibts aber auch welche, die nicht unbedingt der grosse Musikfan sind, gern aber das ein oder andere Lied gut finden. Daher dürft ihr gerne falls ihr kein Lieblings-Album habt, euer Lieblingssong posten- Allerdings gilt auch hier ' Bitte mit Begründung warum das, und nicht ein anderes '. Warum MUSS es das sein....

Kleine Anmerkung: Dieses Thema steht mit Absicht nicht unter Just 4 Fun, stellt bitte eine Ernsthafte Begründung zusammen und rezensiert euer Kultwerk !! Wie man es macht, ist völlig egal. Du kannst dein Album ' Lied für Lied ' bearbeiten, du kannst aber auch das ganze Werk in einigen Sätzen verarbeiten, ist völlig egal. Ach, die Musikrichtung, natürlich auch ;)

Bin gespannt was alles kommt, die Runde ist eröffnet :D

So, dann wollen wir mal....

Es gibt viele Alben, die mir Sehr am Herzen liegen. Doch über ALLEM, steht nicht nur eine CD NEIN !!! Es ist MEHR als nur das.... und dieses Kunstwerk der Vollendung in Perfektion der Dunkelheit, würde ich nun gerne in diesem Thread etwas mehr beleuchten, einfach versuchen dieses Album zu würdigen. Ob gleich es sinnvoll sei zu erwähnen, das meine Worte nicht im GERINGSTEN an diese Ausnahme-Erscheinung im Bereich der Dunklen Musik herankommen. Doch werde es versuchen....

Diese Rezension gildet dem Album '' Within The Realm Of A Dying Sun '' von 1987 der Gruppe '' Dead Can Dance ''

Da es nicht möglich ist mit einer Single-Auskopplung anzufangen, werde ich mir Stück für Stück dieses Albums vornehmen. Dies soll aber nach dem letzten Lied, nicht alles sein, doch nun gehts los...

Beginnen wir mit Lied Nr. 1 der insgesammt 8 Songs die das Album beinhaltet.

1: Anywhere Out Of The World

Bisher hat noch kein Album so beklemmend Düster angefangen, wie dieser Song. Schritt für Schritt aufbauend, ja mit einer animalischen Stärke wiederholt sich das Intro, und wird von Takt zu Takt, immer bedrohlicher. So langsam aber sicher, merkt der Hörer auf was er sich da eingelassen hat. Und da kommt sie, eine Stimme, wie man sie im Musikgeschäft kein 2.mal mehr finden wird. Eine, die nicht hätte besser passen können, wie seine. Es erklingen die ersten Textzeilen, gesungen von Brendan Perry. Alleine dieser Gesang, aufgelegt auf diese Musik, jagen einem Gänsehaut über den Rücken, besonders in abgedunkelter Atmosphäre. Natürlich nur dann, wenn man richtig Eins mit der Musik, und dem Ganzen ist ! Perry beweist am Ende dieses Meisterwerkes, was für eine Kraft in seinem Organ steckt. Einen angsteinflößenden, ja gar hilflosen Schrei, lässt er in dem Augenblick auf den Hörer los, als der Song schon in die Endphase geht. Diese begleitet uns bis zum Ende hin, und beweist nochmal ausführlich, das noch MEHR in diesem Album steckt, als nur Musik. Das Ende birgt nochmal eine art Bedrohung, wie das Lied anfangs anfing. Es vermittelt wahrlich keine Stimmung der Freiheit, NEIN !! HIER, ist EINDEUTIG Endstation.

2: Windfall ( Instrumental )

Wer gedacht hat, es käme nun etwas sanftmütigeres auf ihn zu, der sollte sich von nachfolgendem Song eines besseren belehren lassen. Wieder erwartet den Hörer hier ein animalischen Aufbau. Man bekommt das Gefühl, als käme gleich etwas auf einen zu. '' So sei es '' habe man wahrscheinlich gedacht, und ein sich schleichend näherkommender Wind, weht sich in das Stück hinein. Weiterhin fesselt dieses Aber - Geniale Meisterwerk der Kompositionen an Instrumental - Stücken, den Zuhörer. Schon wie hypnotisiert, lauscht man den Klängen bis zum Ende, dessen Melodie an seinen Vorgänger erinnert, sich aber nicht wiederholt. Ein Meisterwerk !!!

3: In The Wake Of Adversity

Dieser Song, sitzt an dieser Position genau richtig. Stelle man sich einen dunklen Raum vor, ohne Ausgang und ohne Weg, und es ertöne diese Musik während man Schritte hört, schnelle Schritte, man bekäme das Grosse Zittern !!!! Doch hier ist sie wieder, die Stimme von Brendan Perry. Die Kraft die von ihm ausgeht, beruhigt zwar wieder etwas, und das Lied fängt sich an, in einen finsteren aber ruhigeren Teil überzugehen. Doch sein Ende, zeigt dem neugierigen Mithörer, das nun etwas kommen mag.....

4: Xavier

Xavier fällt mir wie bisher bei den anderen schwer, es in Worten auszudrücken die der Song verdient hat. Kann nur betonen, das der hier vorliegende Titel, oft als Anspieltipp genannt wird. Mit Recht !! hier beweisen Dead Can Dance wieder, das dieses Kunstwerk nicht lieblos zusammengestellt worden ist, NEIN !!! Sie beweisen das man NACH den ersten 3 Liedern, noch eines draufsetzen kann. Und dies, schafft nur ein Lied... Xavier !!! Wieder einmal gelingt es Brendan Perry, dem Song die Kraft zu geben, die es ohnehin schon hätte. Man bekommt das Gefühl einmal die Gelegenheit zu bekommen, alles sagen zu dürfen was einem auf dem Herzen liegt. Xavier vermittelt eine Unglaubliche Kraft, nein sogar Bilder wie etwas gutes vernichtet wurde, und in diesem Moment wieder aufersteht. Doch am Ende, geht die Sonne unter, und man bekommt den Eindruck, als bliebe sie unten.... aber Xavier hinterlässt etwas, man könnte es als Funken Hoffnung deuten, einen Funken, der noch glüht......

5: Dawn Of The Iconoclast

Was bei Xavier noch glühte, wird spätestens hier erloschen sein !! Dem Hörer wird hier mit einem Paukenschlag das seines gleichen sucht, ins Reich des hier und jetzt zurück katapultiert, das ihm Hören und sehen vergeht. Denn hier ist es wieder, das Aussichtslose, das Zeichen '' Hier ist Schluß '' und die zum ersten Mal erscheinende Macht auf diesem Meisterwerk der Musikgeschichte im Dunklen Bereich der Musik. Die Frau an der Seite von Brendan Perry. Eine Dame, die uns hier eine unbekannte Botschaft vermittelt. Keiner weiß was sie singt, aber spätestens hier wird einem klar, das man seine Sinne schon verloren hat. Hier ist sie, Lisa Gerrard !!! Diese Frau ist Wahnsinn !!!!!!!!!! Alleine den Ausdruck ihrer sensationellen Stimme, bringt die bedrohliche Atmosphäre spürbar näher, als einem lieb ist. Doch dann.....

6: Cantara

Mutmaßt man sich hier einen Weg voll mit leblosen Menschen, und lauscht den Klängen dieses Stückes, so kann es einem vor Mitleid die Tränen ins Auge jagen. Ganz zart ist der Beginn, doch bleibt es so ?? Nein... unter kräftigem Trommelrythmus erklingt wieder die Stimme Lisa Gerrad's, die hier erneut ihr Können unter Beweis stellt. Dem Lied aber, tut das keinen Abruch, ganz im Gegenteil... und während Lisa's Stimme eins mit dem Lied in den Hintergrund wandern, schlägt nun die letzte Stunde des Zuhörers........

7: Summoning Of The Muse

Hier bekommt man etwas zu hören, was wieder einmal zeigt, warum dieses Album MEHR ist, als andere. Zu Weihnachten vermag es ein '' Süßer die Glocken die klingen '', aber hier dürfte ein '' Süßer die Glocken die läuten '' wohl eher zutreffender sein. Hier wird man von einem Glockenläuten überrascht, das eine Melodie hinbekommt, wie man sie in 1000 Jahren nicht zu hören vermag, ganz zu schweigen von der eigenen Kirche selbst. Es wird, so könnte man sagen, das letzte Lied des Albums '' Within The Realm Of A Dying Sun '' eingeläutet. Doch nicht bevor Lisa Gerrard uns wieder einmal mehr, ihr stimmliches Können unter Beweis stellt.

8: Persephone ( The Gathering of Flowers )

Der Absolute Hammer zum Schluß !!! GNADENLOS Zeigen Dead Can Dance, warum sie an dieses Meisterwerk NIE wieder anknüpfen konnten. Als eines der Angsteinflößenden gleichzeitig auch aussichtslosesten Stücke die JE gespielt wurden, setzen sie dem GANZEN hier NOCHMALS die Krone auf. Ein wie ich finde Perfekter Song, um ein Album zu beenden, das EWIG Leben wird. Das Lied vermittelt unsere größten Ängste. Furcht, Aussichtslosigkeit, und Traurigkeit. Und es vermag KEIN Entrinnen zu geben....

Nun zu meinem Fazit: Wir erinnern uns, dies Album hat mit einem bedrohlichen Intro des 1.Songs begonnen, und schließt hier mit der Verbreitung der Botschaft ab, das zu sein was das Album ist. Düster, Bedrohlich, und stellenweise sanft. Auf der einen Seite ruhig und melodiös, doch auf der anderen Seite das Dunkelste Album der Musikgeschichte. Dead Can Dance haben hier ein Zeitloses Meisterwerk geschaffen, das MEHR beinhaltet, als nur 8 Lieder die auf dieses Album gepackt worden sind. Es handelt sich hier Definitiv um eine PERFEKTION in REINHEIT die in DUNKELHEIT vollendet !!!!! Wer dieses Album das 1. mal hört, sich Zeit nimmt und alle 8 Titel durchbekommt, wird danach noch Sehr Lange zurückdenken.... Dieses Kunstwerk gönnt sich keinen Abstand zu ähnlichen Alben, es ist Zeitlos Alleine an der Spitze des Seins, sowie der Existenz. Meine Hochachtung, an Lisa Gerrad, als auch an Brendan Perry, die hier Unglaubliches Vollbracht haben, und trotz Trennung uns viele Alben beschert haben. Doch hier, Bleiben Sie jedenfalls UNVERGEßLICH !!! Auf E W I G !!!!!!

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Vielen Dank, hier endet meine Rezension eines Kunstwerkes das mich auch nach dem Tot, begleiten wird.

So, nun der oder die Nächste bitte :D

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon *Pyretta*Blaze* » 20.12.08 06:12

Nah....dann willich auchma! :D

The Best of the Best.....das is fuer mich kein Album, sondern ein Song....


Er ist von Sonata Arctica und heisst 'The End of this Chapter'! :uglyl:

Normalerweise bin ich kein Sonata Arctica Fan.....die Lieder von denen sind meist nur gecovert und der Rest hat nen hohen Schnarchfaktor....von denen wuerd ich mir nie'n komplettes Album zulegen :sleep:

Aaaaber! *und jetz kommt's*....1 Song hebt komplett *aber sowas von!* der Masse ab....dieses Lied is ein wahres Kunstwerk fuer mich!

'The End of this Chapter'....ich hab's zum ersten Mal gehoert auf 'Radio Palamos'....da gibt's jeden Sonntagabend um 22 Uhr ne Metalsendung....
Hatte dann alles aufgenommen, wat mir gefiel....und im ersten Moment fand ich's noch garnich sooooo originell :wink: ...
Hab dieses Lied dann an die 5000 Mal gehoert *lol*....und es is unglaublich, ich entdecke immer wieder was neues darin! :D

Der Text handelt von einem Stalker.....
In der Hinsicht binnich ja schon erfahren.....derer hatt' ich schon genuch anner Backe....und fragte mich ziemlich oft, ob das noch'n Zufall is...oder ob ich irgendwat an mir hab, womit ich die anzieh'...suchen die mich oder ich sie?
Also das Thema ansich ist schon recht interessant und aufwuehlend....

Zurueck zum Stueck...
Beginnend mit 'c'est moi' *fluesternd*....laesst alles drauf schliessen, dass der Saenger seine eigene Story singt....und nach weiteren Recherchen stellte ich fest, das stimmt!
Er gibt es in einem Interview selbst zu.

Musikalisch und instrumental ist kaum eine Passage wie die andere....keine sich wiederholende 08/15-Einheitsbrei-Geschichte...die Auswahl find ich sehr gelungen...

Dieser Song ist aber noch viel mehr....
Zu dieser Zeit haben meine Familie und ich 8 Monate lang in nem Wohnmobil gelebt...es gab keine Stereoanlagen....nix....nur diesen Radiorecorder, mit ein paar aufgenommenen Liedern drauf.....und die Vorfreude auf jeden Sonntach...

Das war....rueckblickend....die traumhafteste Zeit meines Lebens...aber darueber sind wir uns alle einig! :D
Venom und meine Tochter lieben den Song genauso wie ich :jump:
Bild
Dein Neid ist meine Anerkennung und Dein Hass ist mein Stolz. Wenn Du hinter meinem Ruecken ueber mich redest danke ich Dir, dass Du mich zum Mittelpunkt Deines Lebens machst.

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Suggs
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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Suggs » 06.07.10 21:07

also ich finde erstmal alles von bon jovi oder celine dion total dufte. bei den deutschen künstlern xavier naidoo und alles von dieter bohlen. aber ich mag auch heftige metal-musik, z.b. von den scorpions oder tic-tac-toe.

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon JaymZ » 06.07.10 22:49

der typ lebt ja auch noch!
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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Suggs » 09.07.10 00:05

jon jovi? ja. leider... äh zum glück! :devil:

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon MrPotato » 30.11.10 12:16

Bright Eyes - "Lifted"

Ein Album voller Widersprüche, zwischen schrägem Folk, Lo-Fi-Singer/Songwritertum und opulenter Orchestertheatralik. Ein vielseitiges, hochinteressantes, hochemotionales Album, zusammengehalten von einem Conor Oberst, der Texte vorträgt, singend und schreiend, die es, was die lyrische Qualität betrifft, durchaus mit den besten Dylan-Werken aufnehmen können.
Meiner Meinung nach das beste, was Oberst, einer der interessantesten Songwriter und Texter der Gegenwart, bislang produziert hat ...

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon egozentrum » 30.11.10 13:28

Suggs hat geschrieben:also ich finde erstmal alles von bon jovi oder celine dion total dufte. bei den deutschen künstlern xavier naidoo und alles von dieter bohlen. aber ich mag auch heftige metal-musik, z.b. von den scorpions oder tic-tac-toe.


Mohohoment, so ja nu nich. Ist ja alles so richtig ernst nicht gemeint, und da ist das unfair, die Scorps in diese Reihe mit aufzunehmen.

Der Metaller meines Vertrauens hat mir damals auch extra versichert, daß die auch ganz gut sind.

Und abgesehen davon, ich meine klar, über die kann man sich immer wieder gescheit lustig machen, ohne daß es negativ auffällt. Peinlich sind se ja. Aber ansonsten doch voll der Hit! Sage ich jetzt mal als jemand, der fast alle Platten von denen in echt hat (ab einschl Crazy World nicht mehr, ab ab da zählt's auch nicht mehr).

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Redrain » 30.11.10 14:04

Wir reden natürlich von den Scorpions vor der Wende...danach goutiere ich sie auch eher nicht.

Lieblingsalbum: Chris de Burgh - The Getaway, Depeche Mode - Some Great Reward, Best Of Francoise Hardy und Alexandra - Ihre großen Erfolge.
Schenke anderen Menschen ein Lächeln...es irritiert sie.

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Suggs » 30.11.10 14:22

Mohohoment, so ja nu nich. Ist ja alles so richtig ernst nicht gemeint, und da ist das unfair, die Scorps in diese Reihe mit aufzunehmen.

Der Metaller meines Vertrauens hat mir damals auch extra versichert, daß die auch ganz gut sind.


die instrumentalen qualitäten der scorpions sind teilweise beachtenswert. man findet da bei einigen songs schon wirklich gutes sonwriting ausserhalb vom üblichen einheitsbrei. andere songs bringen mich persönlich zum speien.
dann wäre da noch die tatsache, dass die scorpions neben bon jovi und alice cooper usw. der inbegriff von stadionrock sind. man ich hasse diese verdammte geldschneiderei. wenn ich bei oben genannten bands die ticketpreise und die spielzeit sehe, kriege ich nur das lachen. rock repräsentiert authentizität und damit hat das ganze nicht das geringste zu tun. deswegen befinden sich die scorpions seit jahren auf meiner musikalischen abschußliste.

bei iron maiden rotieren auch permanent meine augäpfel, abwohl die an sich nicht unbedingt schlecht sind. nen bekannter ist maiden-fan und ich hab irgendwie angst mich an seiner blinden euphorie anzustecken.
:weed:

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Suggs » 30.11.10 14:28

Scorpions - The Sails Of Charon (Testament Cover)

-> it kicks ausnahmsweise ass.

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Basti » 30.11.10 14:32

Die Scorpions sind natürlich völlig super, also vor allem die Sachen bis 1990. Danach haben sie teilweise auch Schrott veröffentlicht, aber die letzten drei Alben waren eigentlich wieder ganz gut.
Was die Ticketpreise angeht, so nehmen sich die großen Bands ja alle nicht mehr besonders viel. Ich bin auch nicht unbedingt bereit, so viel für ein Konzert auszugeben und kann es mir auch eigentlich nicht leisten. Eine Ausnahme wären Rush, wo ich gerade heftig überlege, ob ich mir nicht eine Karte für das einzige Deutschlandkonzert nächstes Jahr kaufe, aber da kriegt man auch ordentlich was geboten fürs Geld.

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon egozentrum » 30.11.10 14:48

Ich finde das Threadthema so wie es angedacht wurde, irgendwie unrealistisch. Foren sind nicht der geeignetste Ort, Plattenrezensionen zu veröffentlichen, und die Frage nach der liebsten CD kann wohl auch kaum jemand beantworten.

Für mich git es allerdings ein zentrales Werk (um es direkt zu benennen: Nevermind Nirvana), da es geradzu ideal einen zeitgeist vom passenden Moment reflektiert. Man könnte fast sagen, daß dieses Werk sämtliche zeitlich später entstandenen, von mir gehörten Werke deutlich spürbar beeinflusst hat, aber das ist natürlich nur eine Hälfte der Wahrheit.

Gut, aber mehr gibt's dazu ja nun wirklich nicht zu reden.

Eine weitere für mich selbst sehr wichtige Platte ist Under the Pink von Tori Amos. Die gönne ich aber dem "Ausverkauf" nicht, will sagen, die höre ich nicht mehr. Nicht, daß ich da noch auf meine alten Tage anfange, Texte kapieren zu wollen, oder so'n Unsinn. Ersatzweise nutze ich einfach andere Platten von der, aber die sind zwar schön, aber haben nicht so das extreme Gewicht.

Und natürlich Nine Inch Nails, diverse. braucht auch nicht diskutiert werden. Keine Ahnung, ob ich da wirklich von Gewicht sprechen will, jedenfalls ein Ohrenschmaus.Ebenso Ministry, diverse.

Weiter empfinde ich Talk Talk, Supertramp und Pink Floyd als überaus bedeutsam. Habe ich allerdings meist nicht die nötige Ruhe für.

Und Dead Can Dance auch, wobei ich die im Anfangsbeitrag erwähnte Platte nicht habe.

LED Zeppelin, Cassandra Complex, Sisters of Mercy und sicherlich habe ich noch etliche vergessen sind für mich klar "Must Know"s, aber irgendwie konnte ich mich bisher nicht überwinden, die auch anzuschaffen.

Naja, und eben dese Riesenwolke, von der man irgendwie sagen kann, daß sie sich um Nirvana herumkräuselt. Ich nenne mal: Björk, Rage against the machine, Afghan Whigs (Gentlemen), Faith no more, Prodigy. Obwohl diese Wolke eigentlich für mich wie gesagt überaus zentral ist, läuft die Komplettierung nur überaus schleppend voran.

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Suggs » 30.11.10 15:42

Für mich git es allerdings ein zentrales Werk (um es direkt zu benennen: Nevermind Nirvana), da es geradzu ideal einen zeitgeist vom passenden Moment reflektiert. Man könnte fast sagen, daß dieses Werk sämtliche zeitlich später entstandenen, von mir gehörten Werke deutlich spürbar beeinflusst hat, aber das ist natürlich nur eine Hälfte der Wahrheit.


das denke ich eher weniger, weil dieser "zeitgeist" seitens curt cobains kaum auf einer musikalischen intention beruhte. musikalische genialität sehe ich da auch keine. diese grunge-bewegung und generation x war vielleicht im raum seattle ne ernsthafte nummer im underground, aber ausserhalb wars doch echt nur ein oberflächlicher hype von mtv ohne substanz.

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon Dude » 30.11.10 15:49

Suggs hat geschrieben:diese grunge-bewegung und generation x war vielleicht im raum seattle ne ernsthafte nummer im underground, aber ausserhalb wars doch echt nur ein oberflächlicher hype von mtv ohne substanz.

Dies ist korrekt. Bisschen Kiffen, der Schule fernbleiben und ein Lebensnoob sein macht noch keine Jugendbewegung aus.
Naja, Imagination ist alles aber Nirvana ist und war auch eher ein Mittelklasse-Kids-Trend von Pseudoalternativen mit reichen Eltern. Punk Light sozusagen.
From what I've tasted of desire,
I hold with those who favor fire.
But if I had to perish twice,
I think I know enough of hate
To say that for destruction ice
Is also great.
And would suffice.

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Re: Die Welt der Musik - Mein Album Nr. 1

Ungelesener Beitragvon egozentrum » 30.11.10 17:44

Suggs hat geschrieben:das denke ich eher weniger, weil dieser "zeitgeist" seitens curt cobains kaum auf einer musikalischen intention beruhte. musikalische genialität sehe ich da auch keine. diese grunge-bewegung und generation x war vielleicht im raum seattle ne ernsthafte nummer im underground, aber ausserhalb wars doch echt nur ein oberflächlicher hype von mtv ohne substanz.


Musikalische Intention. Ja, nee, da hast Du recht.
Und Bewegung. Nö, wer will das wisssen.

MTV stimmt nicht ganz, das hatte damals in Deutschland noch keinen Einfluss. Aber Radio und so, ist ja irgendwo das gleiche. Aber auch das irgendwie noch simpler strukturiert. Will sagen: Von dem Zeugs, das so zur Auswahl stand (bis dahin, klar, sind die gepusht) wurde Nirvana schon tatsächlich weitgehend gewünscht, das war da noch nicht ganz so wie in den Folgejahren, daß die Sachen ohne Verkaufszahlen liefen.

Aber auch das ist doch völlig egal. Wen interessiert die Masse, Fakt ist: Nivana kam verdammt gut an. Bei mir. Und das hatte einfach genau nix mit der Musikindustrie zu tun, das war einfach der richtige Sound mit der richtigen, mindestens vermeintlichen Message zur richtigen Zeit.


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