Mein Partner ist schizoid!

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autorin_bonn

Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon autorin_bonn » 15.01.08 00:15

Ich danke Dir erst einmal für Dein geduldiges Zuhören und Deine Tips und Ratschläge. An meiner "Front" kämpfe ich weiter und melde mich gern in absehbarer Zeit wieder - egal ob ich endlich einen Fortschritt erzielen konnte oder nicht. Auch Dir und Deiner Liebe wünsche ich viel Kraft und Zukunft ... die brauchen wir alle. Bis dann!

Viele Grüße

Ina

NIUBEE
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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon NIUBEE » 05.06.08 14:45

Hallo erstmal Zusammen und Gratulation zu diesem wirklich einzigartigen Fred...

@D Lynch... super Beiträge!

Ich möchte euch auch meine Erfahrungen zum Thema schildern.
Auch ich habe einen schizoiden Partner an meiner Seite, wobei mein Partner mich nicht als seinen Partner bezeichen würde :wink: .
Ebenso wenig legt mein Partner wert auf Zärtlich kein in der Öffentlichkeit, Küssen hier und Händchenhalten..oh oh.
Manchmal macht er es sogar aber man merkt wie es ihn innerlich zerreist. Er weg will aber es doch geniest.
Wenn andere dabei sind gibt es meist kein Küsschen, aber hin und wieder wenn es Menschen sind die er sehr gut kennt, sucht er auch meine Nähe.
Alles natürlich nur eine gewisse Zeit.
Zum einen ist er absolut Lieben, aber nur für kurze Phasen, dann wieder sehr abweisend.
Er geniest es zu Kuscheln aber wehe es dauert zu lange.
Drehe ich mich weg, kommt er an.
Er hat das tiefe Verlangen nach Geborgenheit aber kann auch nicht seine Ich Fixiertheit reduzieren.
Das hat mich in der Vergangenheit halb krank gemacht, da ich es nicht verstanden habe wieso?!
Was geht in ihm vor und ich habe es natürlich weil ich ein klein wenig ein depressiver Charakter in den letzten Jahren geworden bin es sofort auf mich bezogen.

Das Thema Urlaub war eine absehbare Katastrophe...die extreme Fluchtreaktion setzt immer nach ca. 5 Tagen ein.
Ab im Urlaub kann man ja nicht aus.

Selbes Thema WE.

Sexuell hat sich mein Partner zurückgezogen, vorher war es unter Alkohleinfluss immer sehr erotisch, ich würde sagen sogar extrem schön, aber unter normalen Umständen eher mechanisch.
Mein Partner hat bisher jeden seiner Partner betrogen, also wird er das auch bei mir machen.
Was ihn hindert sind moralisch ethische Grundsätze: "was du willst was man dir nicht antut, dass füge niemand anderen zu".
Damit habe ich mich schon abgefunden.

Dieses Hin und Her habe ich nie verstanden weil ich es nicht habe.
Ich weiß dass er mich liebt extrem sogar würde ich sagen oder anders formuliert mehr als ich ihn aber dieses nicht zeigen können habe ich nicht verstanden.
Ich kann das ich habe damit kein Problem, wenn es den so ist, was bei ihm der Fall ist.

So nun stand ich vor kurzem, bevor ich das hier gelesen habe und bevor ich Rieman zu rate gezogen habe eine Entscheidung zu treffen.
Trennung oder Kämpfen, bzw. ergründen warum ist das alles so?!

Ich habe mich für die Beziehung und die Analyse auch von mir selber entschieden.
Wieso?

Mein Grundtypus ist ein wenig "depressiv"...
Tja mehr muß ich dazu wohl nicht sagen...
Also klar, ich muß meine Eigenständigkeit aufbauen und mich meiner Angst stellen.
Das klapp bisher sehr gut, dass hätte ich schon früher machen sollen.
Ich muß meinem Partner eine Heimat einen Anlaufpunkt geben auf den er sich verlassen kann, ohne Druck ohne Zwänge.

Ob das klappt ich weiß es nicht aber einen Versuch ist es wert.
Seit ich weiß was mit meinem Partner und mir los ist kann ich sehr unbefangen und offen mit dem Charakter umgehen und ich schmunzel hin und wieder da ich jetzt seine Reaktion fast schon vorhersehen kann.
Auch das Thema, dass Aggression Zuneigung ausdrückt, habe ich ja von meinem Partner schon mal sehr lieb beigebracht bekommen. Konnte ich mir vorher auch nicht vorstellen...

Was absoult positiv ist bei einem schizoiden Charakter...laßt man ihn einigermaßen in Ruhe so wird er auch immer bei dir sein, also über die Liebe muß man sich dann keine Sorgen mehr machen, auch wenn mal fremd gepimpert wird.


Vorher war das anders und ich hätte so machen Bericht hier kopieren können.
Bin ja mal gespannt wie das so allesklappt.
Grüße,

NIUBEE

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D.Lynch
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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon D.Lynch » 05.06.08 20:49

Ich hatte ja schon geantwortet, dass man zumindest immer eines dabei lernt.
Man wird belastungsfähger und wenn man dann das Glück hat, noch einen Job zu besitzen, bei dem das gefragt ist, dann kann das immer Vorteile haben.

Insgesamt ist der schizoide Charakter ja nur ein Grundtypus, den es eben in dieser reinen Form nicht gibt.
Die einzige Frage, die immer zuerst entschieden werden muss, ist, wie tief die Zuneigung zu dem Menschen ist. Und da muss man eben ehrlich und selbstreflektierend sein und sich ggf. auch eingestehen, dass man manchmal auch die miesesten Typen gern haben kann, wenn nicht sogar lieben kann. Die naive Vorstellung, dass sich ein solcher Charakter ändern könnte, dadurch, dass man ihm zeigt, dass man bedingungslos zu ihm steht, ist auch Quark. Bei anderen Typen, die nicht schizoid sind, kann man wenigstens dafür sorgen, dass sie ein Vertrauensverhältnis zu einem aufbauen und einem das auch zeigen.
Das dürfte aber bei schizoiden Charakteren schwer fallen.

Btw: Mir fällt gerade auf, dass mir persönlich der Umgang (allerdings der sehr, sehr intensive Umgang) mit Menschen, die eher emotional zu zutraulich sind, sehr gut tut, die sind allerdings auch dann sehr gefährlich, wenn sie schlechte Laune haben.

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon NIUBEE » 06.06.08 11:18

Ich denke du hast recht, dass man nichts ändern kann und das auch nie das Ziel sein sollte aber man kann für sich als Gegenpart wie in meinem Fall die Regeln anders gestalten, d.h. die Zeichen die ein schizoider Charakter ja positiv meint und auch zeigt richtig lesen zu können.

Daran scheitern die meisten, so wie auch ich in der Vergangenheit, meine Meinung.

Den wenn man erkennt wie der Partner tickt ist das meist sogar sehr amüsant und man nimmt nicht mehr alles so bierernst.
Aber so funktioniere ich, Logik und Erkenntnis sorgen bei mir immer für Entspannung.
Und das kann man meiner Meinung nach übertragen und somit dem schizoiden einen "warmen" Anlaufpunkt geben, den er akzeptieren kann, wo er sich nicht eingeschränkt fühlt.
Das bringt dem schizoiden meiner Meinung nach schon was, auch wenn man daran nichts ändern kann, dass er so ist wie er ist aber man geht somit auf die Bedürfnisse ein und schafft Tatsachen die er so nicht kennt, weil sie weder seiner Logik noch seinem allgemeinen Verstädniss entsprechen.
D.h. besitzt man die richtige Ratio kann man das Problem rational und sehr effektiv lösen.
Wenn man sich genauer mit dem eigenen Ich beschäftig kann man auch da, wie bei mir, einiges verbessern.

Und wie sagt schon die Werbung...dann klappt es auch mit dem Nachbarn...

Jeder der eine Beziehung mit einem schizoiden Partner weiterführt, der weiß ja was alles kommt...

Für sich selber kann man aus so einer Beziehung nur profitieren. Wenn man leicht depressiv ist lernt man mehr schizoid zu denken und für den Job bring es mehr Selbstvertrauen und Sicherheit.
Den in einem haben die schizoiden Recht...auf nichts ist besser verlass als auf einem selbst.

Grüße,

NIUBEE

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon egozentrum » 06.06.08 13:02

Ja.

Gründe doch einen Schizo-Fanclub.

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon NIUBEE » 09.06.08 08:02

egozentrum hat geschrieben:Ja.

Gründe doch einen Schizo-Fanclub.


LOL so weit würde ich nicht gehen aber ich weiß nicht ob es richtig ist immer die Beziehungen hinzuschmeisen und sich jemand neues zu suchen.

Somit besser damit leben lernen wie ich es versuche als sich immer zu beschweren und alles soooo negativ zu sehen.

So einige Post hier lassen erkennen wie wenig Selbstvertrauen mache hier haben. Alles nur durch eine Partnerschaft zu definieren ist auch falsch, man sollte schon noch wissen wer man selber ist und das vergessen hier viele (die schizos natürlich eher nicht).

Das mache ich auch und das ist auch mein Fehler.
Grüße,

NIUBEE

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon D.Lynch » 09.06.08 16:41

Ich bin zumindest eine gute Mischung aus schizoiden, depressiven und zwangsneurotischem Charakter. :weed:
Hysterische Anteile fehlen mir zwar weitesgehend, aber dafür komme ich mit denen dann auch beruflich immer Klasse aus. (Ich behaupte ja sowieso, dass das neumodische Borderline-Syndrom in erster Linie nix anderes ist, wie früher eben der hysterische Charakter genannt wurde.)
Privat sind die mir aber auch zu anstrengend.

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon egozentrum » 10.06.08 03:20

Also mir ist das alles viel zu kompliziert.

Zum Beispiel empfinde ich mich nicht als depressiv. Wie auch, die Leute sind ja alle viel blöder, so daß es, wenn mal Selbstzweifel auftreten, im Prinzip echt leicht ist, mal just den Vergleich zu zücken. Ist mir doch zu rational durchgecheckt, die Depession in mir.

Und zwanghaft/cholerisch/hysterisch werde ich auch nur, wenn mir mein Umfeld zu destruktiv ist. Das ist ganz cool. Generiert irgendwie Selbstvertrauen, wenn man denkt, es wäre genau richtig, jetzt voll auszurasten, und man dann auch wirklich unangenehm werden kann.

Nähe ist zwar prima, aber irgendwie ist es auch schon ganz schön viel, wenn mal irgend'ne Nonne 'nen Gebet für einen spricht. Von daher bin ich auch schon fast eher eigenbrötlerisch/narzistisch, als schizoid. Distanz gehört für mich eher einfach zum guten Ton, und so eine Portion Sucht nach Nähe (und der damit einhergehenden formellen Akzeptanz von Mitmenschen) würd' zum Schizoiden schon dazugehören.

Ich meine, hier die Frau, da vielleicht noch einige Tierchen, grünes Gras (für's Auge), 'nen Spiegel, irgendwas zu werkeln. Das reicht doch. Da interessiert's mich herzlich wenig, ob bspw. der Typ, der den Berg, auf dem ich wohne, in die Nordesee kippt, nun eher 'nen Gruppenkasper, Selbstzweifler, Bürokrat, Realist oder eher spontan ist. Sind ja doch immer derart missverständliche Worte, daß ihre Aussagekraft auf dem Niveau der Nullaussage verbleibt.

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon Skartrak » 09.08.08 15:04

Nachdem ich schon die anderen Postings gelesen hab,
will ich jetzt mal über meine eigene Beziehung mit meinem schizoiden Partner berichten.

Zuanfang war auch bei uns alles toll,
sie hat mir oft versichert wie einzigartig ich für sie bin und vieles mehr.
Dies macht sie wohl heute auch noch, aber nur wenn sie merkt, dass ich mich weit von ihr entfehrne und es praktisch der letzte Weg ist mich gefühlsmäßig bei sich zubehalten...

Wir wohnen knapp 200 km entfehrnt und sie will immer seltener das ich sie Besuche
( unsere Beziehung ist noch relativ frisch mit 6 Monaten ).
Wenn ich nicht bei ihr bin behandelt sie mich wie einen X-beliebigen Bekannten mit dem sie halt ihr und mein lieblingshobby nachgeht und wir zusammen Pc Spielen.
Wenn ich bei ihr bin kuscheln wir wohl häufig, aber das ich sagen könnte, dass sie mich wie ihren richtigen Freund behandelt, ist dort auch nicht der Fall.
Im sexuellen Bereich zieht sie sich auch immer weiter zurück, was für mich nicht so schlimm wäre, aber sie erzählt mir immer über sex fantasien mit anderen Männern/Frauen oder Fantasy Charaktären, was mich dann doppelt belastet.
Weil ich nicht weiß, ob sie einfach keinen Sex mit mir haben möchte oder allgemein und die Fantasien soweit weg von ihr sind, dass sie sich dort unbedrängt fühlt.

Warum schreibe ich genau heute diesen Post?
Weil sie mir heute mal wieder gesagt hat, dass sie nicht möchte, dass ich sie besuche.

Wie soll ich damit umgehen ? Einfach hinnehmen und warten bis sie sich mal wieder dazu entscheidet sich mit mir zu treffen oder nachhacken wovon sie sich bedrängt fühlen könnte?


Wenn ich bei ihr bin, schickt sie mich auch nach c.a 5-6 Tagen weg, weil sie dann wieder ihre Freihheit braucht und wenn sie mich besuchen kommt, flüchtet sie schon nach 2-3 Tagen...

Sie hat mich wohl schon zuanfang gewarnt, dass sie Schizoid ist und ihre Therapie aufgab, aber ich wusste nicht was das heißt und ich war schon nach den ersten Gesprächen von ihr fasziniert, was ich heute noch bin, nur komme ich mit einer Freundin nicht klar, die sich immer weiter von mir entfehrnt.

Wir sind noch relativ jung mit 20 und 21, sie wird bald ein soziales Jahr machen und ich studieren gehen, weshalb bald auch keine Zeit mehr sein wird sich häufig zu treffen und ich gerade deshalb noch Zeit mit ihr verbringen möchte.

Wechselt der Trennt für "gewöhnlich" bei Schizoiden Persönlichkeiten wieder, dass sie sich dann auch wieder zu ihrem Partner hin wenden ?
Oder wird es eher noch schlimmer, dass sie sich soweit entfehrnen, dass dem Partner keine andere Wahl mehr bleibt, alls sich zu trennen?

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon egozentrum » 09.08.08 20:20

Also ehrlich gesagr ist mein Eindruch nach diesen Zeilen eher, daß es für euch besser wäre, die Beziehung zu beenden. Ich vermute, daß der Eindruck daraus resultiert, daß eine sonderlich enge Bindung irgendwie nicht zu erkennen ist, auch nicht in der Vergangenheit.

Unabhängig davon klingt das alles auch etwas einseitig. Hast Du überhaupt schonmal ausprobiert, ob die sich auch von sich aus meldet bzw. ein Treffen vorgeschlagen hat? Wann?

Also wie auch immer, ich glaube, daß Du Dich da raus nehmen solltest. Und ausserdem besser die fragen, was Sache ist, anstatt uns hier.

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon diemaskederdinge » 18.11.08 18:38

borderline, es ist eher borderline. borderline ist die königsdisziplin aller störungen. der borderliner tarnt sich mit einer eher akzeptierten neurotischen störung, und gerade auch dann, wenn sie ihm angetragen wurde. schizoide störungen, aus der familie der neurotischen störungen, sind reparabel, borderline jedoch niemals, man kann borderline nur ein leben lang verwalten. letztlich kann es gleichgültig sein aufgrund welcher störung beim partner man selbst in therapie geht. die störungsform des partners hat man als ergänzung für seine eigene störung gebraucht. wenn es günstig in der therapie läuft, erlebt man auch den mißbrauch am partner wieder, wie man selbst von der mutter mißbraucht wurde. es ist borderline. manchmal bedarf es der höchstdosis um sich seiner mutter nochmals zu stellen.

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D.Lynch
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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon D.Lynch » 19.11.08 02:53

Wie heilt man denn schizoide neurotische Störungen, die eben nach Auffassung der Psychoanlayse ja schon in den ersten Lebensmonaten geprägt wurden?

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Heilung

Ungelesener Beitragvon Aenima-constructa » 26.05.09 13:53

Verhaltenstherapie kann ein Ansatz sein, aber eine vollständige Heilung schließe ich aus, da solch gravierende Persönlichkeitsstrukturen wie eingemeißelt sind.

Die oberste Priorität des Betroffenen wird immer der Versuch sein, seine Identität, sein Selbst zu erhalten und das gelingt auschließlich durch Abwehr.

Ich selbst bin kein schizoid-neurotischer, sondern ein schizoaffektiv-PSYCHOTISCHER Patient mit stark ausgeprägten schizoiden Zügen.

Mir selbst stellt sich die Frage, wie man die Ambivalenz der Hassliebe "heilen" oder in Einklang bringen kann, denn es treten immer wieder Situationen mit widersprüchlichen Bedürfnissen, widersprüchlichen Reaktionen auf.

Ich glaube, als Schizoider hat man nur 2 Möglichkeiten. Entweder man bleibt allein, und entwickelt eine innere Kraft, die Halt gibt, oder man lebt in einer Beziehung, die aufgrund sämtlicher Defizite für beide zermürbend ist.

Nachtschattengewächs
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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon Nachtschattengewächs » 28.05.09 21:14

Da fällt mir Zeile:
"Du bist ja bloß neidisch, weil die Stimmen nur zu mir sprechen!" ein. Aus welchem Film war das Zitat noch mal?....

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Re: Mein Partner ist schizoid!

Ungelesener Beitragvon D.Lynch » 01.06.09 00:23

Für betroffene bestimmt ein sehr hilfreicher Kommentar! :roll:

Zur Partnerschaft, @Aenima-constructa:
Man muss ja nicht unbedingt die Formen der Partnerschaften wählen, die in unserer Gesellschaft als hoffähig gelten. Evtl. sollte man sich irgendwelche Menschen in seinem Umfeld suchen, die einen zumindest zeitweilig ertragen können.

Gerade wenn die ganze Sache auch noch schizoaffektiv ist, dann kann man u.U. ja auch gut damit leben, dass man unterschiedliche Freundeskreise besitzt. Gerade affektiv belastete Menschen sind ja auch oftmals sehr liebenswürdige Menschen, je nachdem, welche Stimmungslage gerade stark hervortretent ist.

'N bisschen Abstand sollte man davon nehmen, tatsächlich jemanden zu finden, der einen 100%ig versteht. Da muss man sehr viel Glück haben und evt. jemanden finden mit ähnlichen Problemen, der auch intellektuell dazu in der Lage ist, sich mit den Problemen von sich selbst und dem anderen auseinandersetzen kann und der dann auch noch trotz der psychotischen Störung auch noch halbwegs Sozialverhalten haben kann.
Da gebe ich zu, sind die Chancen gering. Ich selber habe jemanden gefunden, muss aber auch damit leben, dass es manchmal monate- bis jahrelang wenig Kontakt gibt. Aber irgendwie kann man auch diese Phasen für sich selbst nutzen.


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