Mein Partner ist schizoid!

Das Meinungsforum. Hier werden Themen diskutiert, die nicht mit Domian in Verbindung stehen, allerdings in der Mehrzahl ernsthafter Natur sind, z.B. aktuelle Geschehnisse.
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D.Lynch
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Ungelesener Beitragvon D.Lynch » 16.02.07 04:57

Dieser ganze Einteilungskram kommt noch aus den Zeiten von Freud.
Da gab es den schizoiden, den zwangsneurotischen, den depressiven und den hysterischen Charakter.

Das ganze ist aber schon damals in Frage gestellt worden, weil 'ne Analyse ja eventuell ganz nett ist, aber dem Betroffenen nicht unbedingt was bringt.
Da hat schon Adler die Individualpsychologie gegen gestellt.

Dooly

Schizoide Frau

Ungelesener Beitragvon Dooly » 21.03.07 21:59

Hallo ich bin neu hier. Ich habe die postings mit großem Interesse gelesen. Ich suche den Austausch mit Frauen die schizoid sind oder Menschen die mit ihnen zu tun haben. Ich bin in meine Freundin verliebt und sie ist mir sehr wichtig aber sie ist seit einigen Wochen wie ein Stein. Alle Fragen prallen an ihr ab. Mich macht das fertig. Ich möchte wissen ob sie noch etwas für mich empfindet, oder ob ich ihr einfach so egal bin, wie es in letzter Zeit oft scheint.

Heinz

Ungelesener Beitragvon Heinz » 30.05.07 01:07

Hallo zusammen!

Nach 2 Tagen Leserei bin nun auch ich am Ende des threads angekommen und möchte mal ein paar Zeilen loswerden:

Ich bin erstaunt gewesen, wie die hier beschriebenen Situationen auf meine Beziehung zutrafen..
Ich möchte hier gar nicht soviele Details loswerden, denn es wurde alles an sich gesagt:

Es fing an, wie man es in den übelsten Liebesschnulzen nicht sehen kann. Es war kein Traum, es war ein einziger Rausch über Monate hinweg.. bis die Stimmung kippte und sie sich zurückzog. Danach fing die Katastrophe an. Das ganze Programm: keine Gesprachsbereitschaft mehr, vollkommener Liebesentzug, Aggressionen als Antwort bei Gesprächssuche. Schweigsamkeit und am Ende das Resultat "Das wars dann". Ich fiel dementsprechend aus allen Wolken und war schlagartig völlig entwurzelt. Die Trennung war nicht so sehr das Problem, nach "nur" gut 12 Wochen Beziehung. Aber die Art und Weise hat mich auf Lebenszeit geschädigt: Die gab mir zu verstehen, daß sie kurz nach dem Zusammenkommen nur noch gespielt hat, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen (konkret: nochn paar Erfahrungen auszutesten, ich war das Versuchskaninchen)
Wie gesagt, weitere Details spar ich mir. Jedenfalls ziehe ich mich von dieser Frau zurück. Noch 2 Monate weiter und ich hätte mir ganz sicher was angetan..
Im übrigen bin ich selbst jemand, der die Freiheit des Individuums und die eigene Privatsphäre als wichtiger ansieht, als die Bedürfnisse anderer zu erfüllen, auch wenn ich merkwürdigerweise zu starkem Altruismus neige, solange meine Grenzen akzeptiert werden.
Mein Kompromissvorschlag, ein von der Gesellschaft distanziertes Leben in gemeinsamer Einsamkeit (mein heimlicher Wunsch zudem) zu führen, hat an ihrem Rückzug selbstverständlich nichts geändert...

Ich kann nur jedem raten, der sich nach konstanter Herzenswärme, ungefragten Zärtlichkeiten, offener, geliebter Liebe und lieben Worten (nicht mal unbedingt Gesülze, sondern nur mal n kleines Kompliment zwischendurch) sehnt, baut nicht auf schizoide Menschen.. am Ende kann es euren Verstand kosten. An deren Ego beißt ihr euch die Zähne aus.. Sie sehen es als einerlei an, wenn ihr ihr Wesen ändern wollt, oder nur ihr Verhalten. Es geht da wohl um das generelle Gefühl der Ablehnung schätz ich. Eine Differenzierung zwischen "sich selbst verraten und dem Partner anpassen" und "sein Leben ohne Selbstverrat mit dem des Partners koordinieren" findet nicht statt.
Es ist diesen Personen sch***egal wieviel Gefühle ihr investiert, sie realisieren nicht, daß sie selbst durch diese unglaubliche Nähe am Anfang der Beziehung dieses selbst mitverschuldet haben und eine gewisse Verantwortung haben.
Für mich wird da die Zwiespältigkeit der Sache deutlich: Sie erwarten vorbehaltlosen Respekt vor ihrem Wesen und trampeln ohne jedes Taktgefühl im Leben anderer Menschen herum. Aus meiner Sicht geht die Bilanz nicht auf und sie haben dann nicht mehr den geringsten Respekt verdient.

Ich gehöre zu den Menschen, für die es nichts schlimmeres als Liebesentzug gibt. Ich werde nun selber auf Monate hinweg beziehungsunfähig sein, während denen ich die Frostbeulen kuriere, die ich mir eingefangen habe. Vll bin ich auch nur deshalb darüber hinweggekommen, weil mein Vater dieser Frau so ähnliche Wesenzüge hat, daß ich damit umzugehen gelernt habe, bevor ich diese Frau kennengelernt habe. Meine Mutter hat selber eine psychosomatische Kur absolviert, um mit den erlebten Dingen umgehen zu können. Verdaut hat sie es heute, nach Jahren, noch nicht. Mir blieb das nun glücklicherweise erspart. Ich rechne es ihr unendlich hoch an, daß sie mir die Liebe gegeben hat, die er mir niemals zukommen ließ.

Wer sich jetzt fragt warum ich den Zusammenhang zwischen meiner Ex und meinem Vater nicht rechtzeitig hergestellt habe: Ich habe meinen Vater logischerweise nie im Balzverhalten erlebt, sondern nur als kühlen, distanzierten, jähzornigen, aber sehr pflichtbewussten Mann ;)

Was mich nun nicht in Ruhe lässt, ist die Tatsache, daß die Frau weiterhin durch die Welt zieht und Männer systematisch für ihre persönlichen Ziele verbrauchen wird. Soll sie ihr Leben leben wie sie will, aber Unschuldige benutzen, mit der Äußerung "selbst Schuld, wenn sich nun wer in mich verliebt" ist pure Armseligkeit und mitleiderregend.

Fazit: Pfoten weg von schizoiden Personen, wenn ihr offene, kompromisslose Liebe teilen wollt.

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Ungelesener Beitragvon D.Lynch » 30.05.07 05:36

Es sei denn, Ihr habt selbst 'ne mehr oder minder erkennbare schizoide Ader, dann fühlt Ihr Euch endlich mal voll verstanden.
(Meine Erfahrung! :devil: )

Aber freut mich, dass sich in diesem Thread auch endlich mal ein Mann meldet, der das bei einer Frau erlebt hat.

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egozentrum
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Ungelesener Beitragvon egozentrum » 30.05.07 07:45

Hm, ja.

Ich steh' auch total nicht auf "konstante Herzenswärme", glaube ich.

Heinz

Ungelesener Beitragvon Heinz » 30.05.07 12:12

Was mir nur noch lange einen kleinen Stich versetzen wird:
Ich habe das kleine, ängstliche, liebesbedürftige Wesen hinter der Maske gesehen und gespürt. Es war wundervoll, atemberaubend und traumhaft schön. Trotz seiner Verwundbarkeit. Darum wollte ich bei ihr bleiben, es annehmen wie es ist und es auf seinem Lebensweg nach Kräften unterstützen.
Ich werde vll nie verstehen, warum ihr Ego ihr einen Rückzug befohlen hat, wo sie sich im Grunde ihres Herzens doch genau das gewünscht (und ständig beteuert) hat. Für dieses Wesen werde ich mein Leben lang zärtliche Gefühle hegen, wenigstens das kann sie mir nicht nehmen.
Nun spielt ihr Ego eine Maske vor, in die sie sich so sehr hineinversetzt, daß ich eine Vorstufe der Schizophrenie befürchte.
Es gleicht in schon erschreckendem Maße der Thematik, die Max Frisch in seinem Gantenbein durchkaut.
Jedenfalls durch die Dominanz ihres gespieltes Ichs habe ich keinen Grund für ein Halten des Kontakts - es ist so erbaulich, wie mit einer Schaufensterpuppe zu reden.

Naja, im Grunde braucht es mich nicht mehr zu bekümmern, ich wurde ja abserviert. Vermutlich kommt da mein Altruismus durch, daß ich es nicht sehen kann, wenn mir nahestehende Menschen mit wehenden Fahnen in den Abgrund laufen...

Ein paar Worte noch zum Thema Gewalt: Ich habe keinerlei körperliche Aggressionen erlebt bei ihr. Im Gegenteil: sie lehnte Gewalt in gleichem Maße ab, wie streiten und offene Aussprache. Egal was war, sie hat sich wegen allem zurückgezogen, es für sich ausgemacht und kam dann später wieder. Interessanterweise aber auch, ohne dann nachträglich zu sein, weshalb ich diesen Wesenzug an ihr in weiten Zügen nicht nur akzeptieren konnte, sondern sogar wirklich gut fand!
Und zwar solange, bis sie sich wegen mir zurückzog, anstatt mir mal direkt zu sagen, was los ist, oder auch nur, mir mal die Meinung zu geigen. Ich denke, das wäre mein Versuch gewesen, kompromissartig mit einem schizoiden Menschen auf eine Ebene zu kommen: Ich lass mir die Meinung kommentarlos sagen, zieh mich selber zurück (können Männer im Allgemeinen ja eh ganz gut), machs mit mir aus und hau ihr wiederum das Ergebnis um die Ohren. Dann zieht sie sich zurück, und präsentiert mir die Resultate. So gibts keine langen Gespräche, Streits, Krisensitzungen und großes blabla, sondern man klärt die Sache aus größtmöglicher Distanz, ohne viel drumherum und kommt dennoch zu nem Ergebnis...

Vll kann das mal einer derer, die hier noch die Möglichkeit haben, das mal austesten. Würd mich interessieren ob das ein Weg wäre..

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Ungelesener Beitragvon egozentrum » 30.05.07 14:34

Heinz hat geschrieben:Vll kann das mal einer derer, die hier noch die Möglichkeit haben, das mal austesten. Würd mich interessieren ob das ein Weg wäre..


Naja, prinzipiell soll das wohl egal sein, wie lautstark man eigentlich seine Probleme mitteilt.

Aber ich glaube nit, daß es sinnvoll ist, da grossartig mit herumzuexperimentieren, solange man da nicht schon ziemlich eigenartig eingestellt ist, oder bei sich selbst irgendein Missverhältnis feststellt, daß so einen Eingriff in die eigene Persönlichkeit rechtfertigen würde. Wie in allen anderen Lebensbereichen auch such sich ein gesunder Mensch doch auch bei der Wahl von Konfliktbewältigungsstrategieen irgendwas zu seiner persönlichkeit passendes aus, soweit möglich.

Sie sehen es als einerlei an, wenn ihr ihr Wesen ändern wollt, oder nur ihr Verhalten.


Das macht man ja auch nicht einfach. Was ändern wollen. Da kann man doch nun wirklich besser gründlicher selektieren.

Sie erwarten vorbehaltlosen Respekt vor ihrem Wesen und trampeln ohne jedes Taktgefühl im Leben anderer Menschen herum. Aus meiner Sicht geht die Bilanz nicht auf und sie haben dann nicht mehr den geringsten Respekt verdient


Inwiefern trampeln die denn taktlos im Leben anderer Menschen rum? Diese Frau ist doch ziemlich sicher auch nur'n Mensch, der vielleicht auch mal einem Irrtum unterliegen kann.

Bei Dir hätte es vielleicht ja noch Jahre gedauert, bis Dir dann möglicherweise aufgefallen wäre, daß die ja so eine super Wahl nicht war...

Heinz

Ungelesener Beitragvon Heinz » 30.05.07 19:27

irgendwas zu seiner persönlichkeit passendes


Das ist genau der Punkt, der hier schon sehr ausführlich diskutiert wurde. Hier geht es nicht nur ums eigene Ego, sondern um das zentrale Theme bei der Kommunikation: sich dem andern mitteilen
Dazu muß man sich nunmal dem Gesprächsniveau des andern annähern. Kann man das nicht, ist wohl eine Verhaltenstherapie unerlässlich.
Aber wie gesagt.. es ist meine Meinung und ich wollte daraus keine neue Diskussion starten, sondern hier primär meine Erfahrung posten. Der Fall ist nun eh für mich abgeschlossene Sache. Die Frau ist mich auf Lebenszeit los und die gemeinsame Zeit buche ich unter Lebenserfahrung ab.

Diese Frau ist doch ziemlich sicher auch nur'n Mensch, der vielleicht auch mal einem Irrtum unterliegen kann.
Bei Dir hätte es vielleicht ja noch Jahre gedauert, bis Dir dann möglicherweise aufgefallen wäre, daß die ja so eine super Wahl nicht war...


Wie ich bereits gesagt habe (und auch das wurde ausführlich diskutiert): Es geht nicht um die Fakten, in diesem Fall daß Schluß gemacht wurde, sondern um die Art und Weise, die derart unreif, respekt- und rücksichtslos war, daß ich darauf nur mit Mitleid und Verachtung entgegnen kann.
Ob ich vll eines Tages Schluß gemacht hätte oder nicht, kann ich nun im Nachhinein nicht sagen.. Aber ich gehe keine Beziehungen ein, mit der Aussicht, mich wieder zu trennen..

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Ungelesener Beitragvon JaymZ » 30.05.07 19:37

Heinz hat geschrieben:Ob ich vll eines Tages Schluß gemacht hätte oder nicht, kann ich nun im Nachhinein nicht sagen.. Aber ich gehe keine Beziehungen ein, mit der Aussicht, mich wieder zu trennen..


also, die aussicht sollte man zwar nicht unbedingt haben. ich hab allerdings die erfahrung gemacht, dass, wenn ich mit der intention in ne beziehung gegangen bin, dass die nie endet, die meist recht schnell wieder zuende war. andererseits geht man dann ohnehin nicht gern in irgendeine beziehung. also bei mir ist es jedenfalls so, das ich u.a. wegen dieser einstellung schon lange alleine bin. und wenn überhaupt, war mal irgendwas zwischendurch... was dauerhaft natürlich nicht gerade aufbauend ist. ausser man steht drauf, dauernd irgendwelche frauen zu verschleißen.
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Ungelesener Beitragvon D.Lynch » 31.05.07 03:31

Vielleicht sollte man öfters mal mit 'ner Beziehung anfangen, dann ist da evtl. auch mal was drunter, was länger hält.

Auch meine Erfahrung! :weed:

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Ungelesener Beitragvon egozentrum » 31.05.07 04:57

Heinz hat geschrieben:
irgendwas zu seiner persönlichkeit passendes


Das ist genau der Punkt, der hier schon sehr ausführlich diskutiert wurde. Hier geht es nicht nur ums eigene Ego, sondern um das zentrale Theme bei der Kommunikation: sich dem andern mitteilen


Dein Vorschlag war doch, an die eigene Reaktionen auf Konfliktsituationen zu verändern. Du hast ja auch schon eingeräumt, das selbst viielleicht gar nicht mehr zu können. Der Vorschlag war ja an sich auch ganz gut. Es macht schon Sinn, sich in Konfliktsituationen erstmal solange zurückzunehmen, bis man das Problem soweit Analysiert hat, daß man eine angemessene Reaktion finden kann.
Das ist aber nicht jedermanns Sache. Eine Änderung dieser Verhaltensform mag zwar dem ein oder andern vergleichsweise leichtfallen, ist aber eben für sich genommen nicht zu empfehlen. Solche Änderungen sind mit Risiken verbunden, und haben einen intensive Bezug zur gesamten Perönlichkeit, mal verglichen mit anderen Verhaltensformen wie das Nasebohren, oder so.

Heinz hat geschrieben:
Diese Frau ist doch ziemlich sicher auch nur'n Mensch, der vielleicht auch mal einem Irrtum unterliegen kann. Bei Dir hätte es vielleicht ja noch Jahre gedauert, bis Dir dann möglicherweise aufgefallen wäre, daß die ja so eine super Wahl nicht war...

Wie ich bereits gesagt habe (und auch das wurde ausführlich diskutiert): Es geht nicht um die Fakten, in diesem Fall daß Schluß gemacht wurde, sondern um die Art und Weise, die derart unreif, respekt- und rücksichtslos war, daß ich darauf nur mit Mitleid und Verachtung entgegnen kann.

Ob ich vll eines Tages Schluß gemacht hätte oder nicht, kann ich nun im Nachhinein nicht sagen.. Aber ich gehe keine Beziehungen ein, mit der Aussicht, mich wieder zu trennen..


Mir ging es aber um ganz etwas anderes, nämlich um Selektion, und die Möglichkeit, dabei Fehlern zu unterliegen. Mag ja sein, daß es Dir respektlos und unreif erscheint, wie dir diese Frau zuletzt begegnet ist. Das ist ja auch normal. So eine Trennung ist ja regelmässig für alle beteiligten unangenehm.
Auch sind einige zusammen verbrachte Wochen nun wirklich noch kein Zeitrahmen, in dem bereits eine Fähigkeit zur auch sprachlich ausdifferenzierten Analyse wahrscheinlich wäre.
Ihr habt euch doch anscheinend beide kurz vorher zunächst mal zu dem rational überhaupt nicht zu fassenden Schritt durchgerungen, euch aufeinander einzulassen. Da ist es ganz klar auch wahrscheinlich, daß dem entgegengerichtete "Entscheidungsmomente" noch ziemlich subtil ablaufen. Nicht bei jedem in jeder Situation, aber eben wahrscheinlich.

Wenn Dir das so wichtig ist, ihre Erkenntnisse bzgl. eurer Beziehung in repektvollem Rahmen zu erfahren, dann ruf' die doch in ein paar Jahren mal an. Bis dahin hat die bestimmt passende Worte gefunden.

Heinz

Ungelesener Beitragvon Heinz » 31.05.07 11:28

Danke, Egozentrum. Ich denk drüber nach. Was in Zukunft sein wird, werd ich einfach sehen.. Vll halten wir ja losen Kontakt, dann wird sicherlich mal irgendwann das Gespräch drauf kommen, aber möglicherweise breche ich den Kontakt ab. Wenn für mich eine Beziehung vorbei ist, ist das endgültig. Und da ist dann auch felsenfest nichts mehr dran zu rütteln. Das ist der Grund, warum ich mich bei einer Trennung nochmal stark drum bemühe, es wieder zu kitten. Nur ist irgendwann der Punkt da, wo man einsehen muß, daß es nichts bringt. Und da bin ich jetzt.
Muß noch anfügen, daß die Beziehung selber zwar nur eine Handvoll Wochen gedauert hat, aber die ganze Sache, die da lief, sich schon ein gutes halbes Jahr gezogen hat. Es gibt keinen Menschen, der mich jemals sogut kennengelernt hat und das in der kurzen Zeit.

Connie

Ungelesener Beitragvon Connie » 04.06.07 18:22

Hallo an alle,

ich habe mich mit großem Interesse auch hier durchgekämpft. Das was Heinz beschreibt kann ich von meinem letzten Freund auch bestätigen. Allerdings sehe ich manches anders.

Egal was war, sie hat sich wegen allem zurückgezogen, es für sich ausgemacht und kam dann später wieder. Interessanterweise aber auch, ohne dann nachträglich zu sein, weshalb ich diesen Wesenzug an ihr in weiten Zügen nicht nur akzeptieren konnte, sondern sogar wirklich gut fand!


Das ist aus meiner Sicht ein Irrtum: Nachträglich war er nicht, hat aber mir gegenüber eine noch vorsichtigere, unsichere Art an den Tag gelegt, als vorher. Meine Kritik hat nicht dazu geführt es besser zu machen, sondern möglichst alles in diesem Bereich zu vermeiden. Alles was der dazu zu sagen hätte, wäre sowieso falsch. Diskussionen waren somit sinnlos. Bis hin zu absolutem Schweigen.

(konkret: nochn paar Erfahrungen auszutesten, ich war das Versuchskaninchen)


Heinz was meinst du damit?

Ich habe mich nie wie eine Marionette gefühlt. Eher immer gespürt wie wenig sicher er sich ist. Wenn er mir den Vortritt gelassen hat, war es ihm nicht recht und anders herum wußte er nie ob er es mir recht machte.

Was hast du eigentlich versucht, um sie zu einem Denken über sich anzuregen?

Grüße Connie


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Heinz

Ungelesener Beitragvon Heinz » 12.06.07 15:36

Hallo Connie!

Also ich meinte damit, daß sie u.a. an mir getestet hat, ob sie ein Beziehungsmensch ist, oder eben nicht. Ich denk mir, ok.. es ist ja durchaus gut und schön, wenn man das rausfinden will.. aber mir absichtlich was vorzuheucheln und unehrlich seine Spielchen zu treiben ist einfach respektlos gegenüber meinen Gefühlen.

Wenn sie von vornherein gesagt hätte, daß sie es erstmal austesten will, dann hätte ich Bescheid gewusst und es wär alles nicht so wild gekommen...

Was ich versucht habe, um durch ihren Panzer zu dringen, werde ich hier nicht offen im Detail schreiben. Aber zumindest soviel: Breitseite, Volltreffer und Schiff versenkt. Danach konnte ich nun mit der Sache persönlich abschließen und bin über den ganzen Mist innerlich vollkommen drüber weg.
Ich habe auch den Kontakt bis auf weiteres abgebrochen, daher kann ich nicht beurteilen, wie sie damit nun umgeht. Mein Eindruck ist, daß es was gebracht hat. Ich gehe nun neue Wege und nehme das Erlebte als wertvolle, wenn auch nicht gewünschte Lebenserfahrung mit. Mein Leben ist in seine stabilen Bahnen zurückgekehrt und ich konnte meine Arbeit wieder in vollem Umfang aufnehmen. Es geht mir nun gut, wie lange nicht mehr.

Gruß
Heinz

Connie

Ungelesener Beitragvon Connie » 14.06.07 13:43

Hallo Heinz,

ja ich verstehe, bei mir war bis zu einem bestimmten Punkt alles normal. Danach war nichts mehr wie vorher. Er hat mir erst nach langem Nachfragen gesagt, daß er ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wollte und nicht erst bei mir Gefühle auslösen wollte. Das da schon etwas passiert war, hat er nicht gemerkt und hat auch meine Bemühungen ihn zum Reden zu bringen nie mit Verliebtsein in Verbindung gebracht.
Freundschaft hat er mir angeboten. Mein Zögern kann er nicht verstehen. Das meine Gefühle für ihn mir den Umgang mit ihm erschweren, sieht er nicht.
Trotz mancher harter Sachen die ich ihm schon gesagt habe, macht es ihm nichts aus, mir das vorzuschlagen.
Gemerkt habe ich, das er komplett anders das Ganze empfunden hat. Meine Denkweise nicht seiner enspricht. Sachen, die bei mir negativ ankamen, meine Gefühle verletzten, sind ihm nicht als solche bewußt. Nach Überlegung bin ich heute so weit, seine Freundschaft anzunehmen, da er nichts mit voller Absicht gemacht hat und die Angst ihm jegliche Handlungen bestimmt, die in Richtung Gefühl gehen.
Unter dem Motto "Was mich nicht umbringt, macht mich stark".

Grüße an alle Connie


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