Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Habt ihr etwas über Euch und euer Umfeld zu erzählen, Probleme oder Kummer? Schreibt es hier rein.
sophia
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Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Ungelesener Beitragvon sophia » 13.10.12 14:29

Hallo liebe Leser und Leserinnen!

Schön, das ihr hier seid und Interesse an meiner Geschichte zeigt.
Momentan bin ich ziemlich belastet und vielleicht auch überlastet, ja.
Keine Ahnung, ob das der Grund ist, warum ich schreibe. Habe derzeit einfach einen enormen Klärungsbedarf und auch Redebedarf. Vermutlich kann mir hier niemand wirklich helfen, ich bin auch bereits in Psychotherapie, aber es sind erst zwei Sitzungen vergangen und noch kann ich mich ihr gegenüber nicht öffnen, auch wenn ich gerne würde und der Druck enorm groß ist. Ich spüre große Ungeduld, ja!
Ich kann die Dinge nicht in Worte fassen, möchte ich hier auch nicht. Ich denke allerdings dennoch, dass es mir leichter fällt in anonymer Form, die Dinge zu beschreiben und zu formulieren. Entweder in schriftlicher Form auf Beratungsseiten, oder eben anonym bei Domian in einem persönlichem Gespräch.

Na gut, es gibt hier also ein konkretes Anliegen. Neulich habe ich Tagebuch geschrieben, nachdem ich mal wieder nicht schlafen konnte und um halb vier bereits nach drei Stunden Schlaf wieder hellwach war. Eine Panikattacke, mitten in der Nacht, wie so oft. Dann hab ich geschrieben, ich habe geschrieben und geschrieben… Solange bis meine Finger schmerzten! Endlose Seiten, keine Ahnung.
Es war enorm befreiend. Ich habe nicht nachgedacht dabei. Auch nicht viel gefühlt, alles was ich fühlte war taub zu sein, es war alles so befremdlich in dem Moment. Und zugleich befreiend. Ich habe schnell geschrieben, sehr schnell, alle Gedanken die in meinem Kopf rasten, standen in Sekundenbruchteilen auf einem Blatt Papier. Heute habe ich sogar teils Mühe meine eigene Schrift zu entziffern.
Nun, auch wenn ein Tagebucheintrag extrem persönlich ist, so möchte ich nun dennoch einen kleinen sehr entscheidenden Teil davon hier veröffentlichen.
Dieser Teil lässt sich eigentlich sehr leicht interpretieren, zumindest glaube ich das, bin mir aber nicht sicher… Interpretation deswegen, weil ich ein Symbol verwendet habe. Ein Symbol für meine Gefühle, Gedanken, Erfahrungen… Der ganze Text ist sehr symbolisch, vielleicht auch kitschig irgendwo, ich weiß es nicht. Esoterisch? Phantasievoll? Poetisch?
Ich las mir diesen Tagebuchabschnitt einen Tag später nochmal durch und ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich war wie in Trance, als ich das schrieb… Kennt das jemand von euch? Oft frage ich mich, ob ich verrückt bin… Ob der Textabschnitt verrückt ist? Traurig ist er, aber auch voller Optimismus, trotz meiner doch sehr belastenden Situation und verzweifelten Lage.
Nun möchte ich also jetzt diesen persönlichen Tagebucheintrag hier niederschreiben. Und zwar werde ich ihn wörtlich abschreiben.

Ich habe eine Bitte an all euch Leser! Was denkt ihr dazu? Was meint ihr? Wie würdet ihr es interpretieren? Gibt es da überhaupt etwas zu interpretieren? Ist es eindeutig? Oder doch zu verschwommen? Was bedeutet dieses Symbol? Warum gerade dieses Symbol? Das sind alles Anhaltspunkte, oder Fragen. Vielleicht mag der ein oder andere Anregungen, Ideen oder sogar Tipps für mich haben, im besten Falle sogar Antworten, auf eine der vielen Fragen in mir. Es beschäftigt mich derzeit alles sehr.
Also, ich bin sehr gespannt und freue mich über jede Antwort und evtl. auch Diskussion… Wenn ihr Fragen zu mir oder dergleichen habt, immer her damit! ;-)

[b]Also gut, jetzt aber! :-p Folgendes schrieb ich:

Wie viele Scherben lassen sich wieder zu einer Vase zusammen fügen? Wie klein dürfen die Scherben sein? Wie scharf dürfen sie sein? Ist es gefährlich wieder die Vase sein zu wollen? Eine Vase mit Narben, ja! Aber auch Narben verheilen, wenn auch langsam. Sehen wird man es immer, aber nur wer ganz genau hinschaut.
Die Vase ist bereits so oft hingefallen und zerbrochen…. Zu oft? Immer wieder zusammen geklebt! War der Klebstoff der Falsche? Nicht stark genug? Nicht belastbar genug? Anscheinend! Der Klebstoff löst sich nun auf. Ganz langsam. Die Vase hat Schmerzen dabei, aber keinen interessiert´s… Keiner weiß es! Wie denn auch? Die Vase möchte weinen, reden, schreien! Sie kann nicht. Seit wann können Vasen überhaupt reden? Das konnten sie noch nie. Nicht in der Realität! Aber die Narben sind da, viele Narben, große und kleine… Und keiner sieht´s!
Aber die Vase ist nicht wütend, nein! Sie hat gelernt, ihre Narben zu verstecken, zu kaschieren. Die Vase ist auch noch immer hübsch. Die äußere Fassade eben. Aber jetzt wo sich der Klebstoff auflöst, es fehlt nur ein kleiner Stoß, der kleinste Schubser… Die Vase zerbricht! Erneut! Mal wieder… Und dann? Es werden diesmal keine 100 Scherben, nein tausende. Stellt sich nur die Frage, kann man es reparieren? Ich habe keine hohen Ansprüche mehr. Die Vase muss danach nicht mehr hübsch sein. Nicht nur Deko. Mehr als nur Deko! Sie soll doch einfach nur ihre Funktion erfüllen! Sie soll gebraucht werden. Nützlich sein! Man muss sie wertschätzen. Die Narben erst einmal sehen und dann pflegen. Und bitte, bitte seit behutsam und hört auf sie zu stoßen. Die Vase wackelt doch bereits. Der Klebstoff ist nicht mehr fest genug. Irgendwann sind es 1 Mio. Scherben! Und dann? Ganz vorbei? Keine Reparatur mehr möglich. Dann könnt ihr sie begraben. Die Scherben der Vase. Und wer wird je um eine einzige blöde Vase trauern? Wer??? Die Vase hatte eh keinen Wert mehr. Wertlos, ungeschätzt, weggeschmissen.
Vielleicht sucht sich die Blume eine neue Vase, vielleicht ja. Manche Vasen sind ersetzbar. Zumindest glaubt das die Blume. Aber es stimmt nicht! Oder etwa doch??? Wird die Blume ihre Vase je vermissen? Wird sie? Oder ist es doch nur die Gewohnheit? Die vertraute Umgebung? Wird die Blume sich schuldig fühlen? Obwohl sie unschuldig ist? Schuld ist doch die Menschenhand! Sie war nicht vorsichtig genug. Man lässt eine vernarbte Vase nicht einfach so fallen! Doch wertvoll?
Ich weiß es nicht! 100 Scherben schafft sie vielleicht noch einmal, ja. Aber diesmal braucht es Supersuperkleber. Und mindestens eine sehr geschickt Hand, am besten mehr als nur eine… Nie wieder in die falschen Hände geraten. Nie wieder! Das überlebt sie nicht. Wie alt darf die Vase noch werden? 70 Jahre? Oder doch nur noch Wochen, oder Tage?
Ich werde auf die Vase aufpassen! Werde sie reparieren. Sie ist eben doch mehr als nur Deko! Und die Blume darin blüht auch auf. Ich gieße sie. Sie muss nur noch Farbe kriegen, die Blüte. Es gibt keine schwarzen Blüten. Eine schwarze Blüte, sie ist unecht, nicht real und doch ist sie schwarz. Einbildung? Ist es von großer Bedeutung eine schwarze Blüte zu sehen? Aber die Blüte kann und darf aufgehen und wieder ihre ursprüngliche Farbe kriegen. Welche Farbe wünsche ich mir? Rot! Rot, die Farbe der Liebe, ja. Oder eine blaue Blüte für die Treue und Ehrlichkeit.
Die Vase muss der Menschenhand wieder vertrauen lernen. Die Vase muss sich nur ganz bald wieder wohlfühlen und heile bleiben. Sie darf nicht mehr wackeln. Man muss sie nur etwas pflegen, die vernarbte Vase und die schwarze Blume. Unter den Umständen sehe ich bereits erste Blütenblätter… Irgendwann wird es eine vollständige Blüte mit vielen, einzelnen, großen und kräftigen, bunten, Blütenblättern. Und auch die Narben der Vase verheilen und schrumpfen. Sie werden immer da sein, aber sie dürfen nicht mehr schmerzen. Sie werden irgendwann unsichtbar. Narben sind immer da, aber eine Narbe vergisst nie! Es ist ok. Die Vase kann damit leben. Sie möchte, dass ihre Blume weiterwächst und eine schöne dekorative Blüte um sich trägt. Die Vase selbst ist nämlich mehr als nur Deko! Sie schenkt der Blume ein neues Leben! Das ist der Grund warum die Vase selbst wieder repariert werden möchte und nie wieder fallen möchte!
Die Vase steht nun auf festem Boden, sie wackelt nicht mehr! Sie ist standfest! Sie spürt, dass es auch gute Hände gibt. Helfende Hände. Sie möchte sich gerne „Danke“ sagen, bei allen Händen, die ihr aktuell und auch in Zukunft noch helfen werden. Quatsch, eine Vase kann nicht reden. Aber sie kann fühlen, sie fühlt Hoffnung. Hoffnung und Dankbarkeit!
Ich sehe die Narben der Vase nicht mehr, nur noch mit der Lupe. Und die Blüte? Ich sehr bereits graue Blütenblätter… Ein solches Bild gefällt mir! Das ist mein Bild von der Zukunft!

sophia
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Re: Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Ungelesener Beitragvon sophia » 17.10.12 15:06

Hallo nochmal.

Jetzt sehe ich doch schon über 250 Zugriffe. Aber keine einzige Antwort. Irgendwie schade. Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, was ich mir erhofft habe, durch diesen Beitrag. Ich habe hier, in anonymisierter Form etwas doch sehr, sehr persönliches aufgeschrieben, ja. Es ist jetzt öffentlich. Manchmal zweifle ich, ob es richtig war. Aber dennoch bin ich hier ja anonym.
Mich würde wirklich mal eure Meinung interessieren, oder eine Einschätzung über all das Geschriebene, der Eintrag. Ich deute den Tagebuicheintrag auf meine Weise, ja. Aber vlt. ist es falsch? Vielleicht gibt es noch andere Interpretationen? Ihr habt doch bestimmt auch Gedanken und Vorstellungen dazu!

Also nur Mut! :)
Würd mich ehrlich freuen....

Mit liebem Gruß,
Sophia

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Re: Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Ungelesener Beitragvon Spocky » 18.10.12 16:53

Liebe sophia,

keiner kann deinen Tagebucheintrag so gut und so richtig interpretieren wie du selbst. Es ist ein Ausdruck deiner Persönlichkeit und muss auch als ein solcher verstanden werden. Es ist ganz schön schwer, deinen Text zu interpretieren, ich habe es ein paar Mal versucht, da es dein ausdrücklicher Wunsch ist.
Gründe darin liegen zum einen darin, da ich immer Angst habe, durch eine Interpretation deine Gefühle zu verletzen. Ich interpretiere von Berufs wegen sehr viel und kenne die Diskussionen von wegen "so habe ich das nicht gemeint, sondern anders".
Zum anderen liegen Gründe für die Schwierigkeit beim Interpretieren darin, dass du eine Menge Chiffren für dich selbst eingeführt hast: Vase, Blume (Farbe der Blume), Klebstoff, Scherben,... Natürlich könnte ich jetzt da ran gehen und groß und breit die Symbolik der Weiblichkeit in Vasen im alten Orient ausbreiten, ich hätte aber große Bedenken, dich zu enttäuschen.
Viele sind maßlos enttäuscht, wenn jemand mit einer sachlichen Analyse über einen persönlichen Text geht und damit den Text seiner Seele beraubt. Genau das hat nämlich dein Text: er hat eine Seele für dich, du siehst sie ganz genau und fühlst mit dem Text. Ist ja auch klar, du hast den Text ja auch gemacht, er ist quasi dein Kind (mit kleinem ;) )
Wenn du trotzdem unbedingt eine Interpretation willst, werde ich dir eine erstellen.

Schöne Grüße aus dem Elfenbeinturm sendet dir,
Spocky
"Versuchungen sollte man immer nachgeben. Man weiß nie, wann sie wiederkommen." Oscar Wilde

sophia
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Re: Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Ungelesener Beitragvon sophia » 18.10.12 18:55

Hallo Spocky!

Was soll ich sagen? Also irgendwie gefällt mir deine Antwort. Und dann wieder doch nicht. Ich kann dir nämlich keine richtige Antwort geben, auf deine Frage.

Ich weiß nicht genau ob ich wirklich will, dass du bzw. andere Leser das Ganze interpretierst. Ja und Nein. Eigentlich war es mein Wunsch ja. Du hast gute Argumente gefunden. Aber meine Neugierde ist doch zu groß… ;-)
Es ist nett, dass du dich um mich sorgst und Angst davor hast mich mit einer Interpretation zu enttäuschen. Aber das brauchst du nicht. Mir ist durchaus bewusst, dass für jeden all diese Symbole etwas ganz anderes bedeuten…

Ich hätte nur gerne etwas sachliches, fühle zu viel. Gefühle, die mich blockieren, weißt du? Blockieren, der Sache auf den Grund zu gehen. Ich habe bewusst, nicht geschrieben, welche Probleme mich derzeit belasten, es wäre zu offensichtlich.
Und du magst recht haben: Ich für mich weiß es eigentlich auch. Will es aber nicht wissen, kann es einfach nicht akzeptieren.
Ich muss weiterkommen, brauche eine neutrale Person, die nicht betroffen ist. Unbefangen von tausend Gedanken, Gefühlen und auch psychosomatischen Beschwerden. Es ist so ein Riesen-Chaos in meinem Kopf. Ich habe Kopfschmerzen und es ist, als ob er jede Sekunde platzen könnte, weil so viel da drin ist.
Bilder, Gedanken, Worte, Illusionen. Ich kann meine derzeitige Situation kaum in Worte fassen, kaum beschreiben. Manchmal ist es sehr schwer zu ertragen. Ich für mich habe das Gefühl dieser Tagebucheintrag ist der einzige Weg zu mir selbst, in mein Innerstes… Wenn da nicht diese Blockade wäre….

Ich weiß nicht, ob es richtig oder falsch ist, ob ich zu viel erwarte, aber würde ich eine solch neutrale Interpretationen lesen, vielleicht ist es als ob dann der erhoffte Blitz endlich einschlägt.
Von daher, würde ich dich um diese „Interpretation“ doch bitten wollen, ja! Trotz deiner guten Argumenten und anfänglicher Zweifel. Ich habe keine Angst davor. Und eine mögliche Enttäuschung ist derzeit mein geringstes Problem! Es ist ganz egal, wie richtig oder falsch deine Interpretation nun sein mag, irgendwo wird jeder auf seiner Art Recht behalten.
Kannst du meinen Wunsch jetzt etwas besser nachvollziehen?

Vielen Dank und mit bestem Gruß
Sophia

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Re: Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Ungelesener Beitragvon sophia » 20.10.12 18:00

Es folgt eine Privatnachricht, bzw. Antwort von Spocky! (Er gab mir sein Einverständnis es hierher zu kopieren)

Liebe sophia,

hier nun eine kleine Interpretation. Wenn du möchtest, kannst du sie natürlich öffentlich in den Thread kopieren, ich möchte dir aber die Möglichkeit geben, das für dich alleine zu überdenken.
Ich bin, vielleicht weißt dus schon, Theologin und arbeite u.a. als Krankenhausseelsorgerin in Vertretung. Ich bekomme ab und an Texte, besonders oft Gedichte zugesteckt.

Interessanterweise kommen in den Texten von weiblichen Patienten der Klinik relativ oft Vasen vor. Manchmal sind Blumen drin, meistens aber nicht und was sie fast alle verbindet, ist, dass sie zerbrechen oder bereits zerbrochen sind. Das hat mich vor einiger Zeit schon veranlasst, mal über dieses Symbol zu recherieren. Betonen muss ich hier, dass es sich in deinem Text um ein Chriffre handelt, also um ein Symbol, dessen Bedeutung nur du kennst.
Die Vase
Vasen sind schon relativ lange das Symbol für das ultimativ Weibliche. Besonders aus Keramik, Ton bzw Porzellan. Vasen als Gefäß, in das Dinge eingefüllt werden können, stehen dabei für eine Frau, die fremde Wünsche verinnerlicht und ausführt. Das Zerbrechen der Vase stellt dann den Ausbruch aus der Gesellschaft dar, das wieder Reparieren eine Rückkehr. In vorliegendem Fall ist der Zustand der Vase nicht ganz eindeutig, sie scheint zerstört zu sein, dann aber wieder nicht. Hier ist keine eindeutige Aussage möglich.
Auffällig ist die bruchstückhafte Personifikation der Vase.
Die Blume
Blumen sind in Verbindung zu Vasen natürlich naheliegend, in vorliegendem Text ist es eine schwarze (tote?) Blüte, die durch Wasser erenut zum Leben erweckt werden soll und nach Möglichkeit rot oder blau erscheinen soll. Rot und Blau als Farben von Blut und damit als Leben könnten im Gegensatz zum Schwarz als Tod stehen.
Blumen sind in allen Kulturen eine Art von Schmuck und schön anzusehen. Eventuell: "Es gibt keine schwarzen Blumen." >> Es gibt keine Schönheit im Tod.

Wie gesagt, mal alles ganz kurz und bündig zusammengefasst. Wenn du Fragen hast, frag mich, ich bin total im Eimer, der Tag war stressig, vlt is die Interpretation deswegen auch vollkommen doof.

Ich wünsch dir eine schöne Zeit,
Spocky

sophia
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Re: Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Ungelesener Beitragvon sophia » 21.10.12 15:01

Hallo Spocky!

Ich danke dir. Deine Aussagen haben mir persönlich schon etwas geholfen.
Also erstmal kein Grund zur Sorge, soooo falsch ist deine Interpretation gar nicht mal.
Also jetzt im Vergleich zu meiner eigenen möglichen Interpretation. Hier gibt es ja kein richtig und falsch. Aber würde ich jetzt deine und meine miteinander abgleichen, wenn ok.
Hier stimmen nämlich einige Aspekte schon und andere eher nicht, bzw. ich hab z.B. die schwarze Blüte bisher als Symbol für etwas anderes gesehen, nicht etwa den Tod. Aber theoretisch hätte es eben auch der Tod sein können, nur eben nicht bei mir persönlich.

Ich danke dir hier zunächst hier auch einmal, dass du mir dies als PN geschickt hast, sehr taktvoll. Aber hier im Thread, das ist schon ok, wenn nicht dann melde ich mich. ;-)

Gut, bin hier an dieser Stelle nun leicht unsicher inwieweit ich auf deine Interpretation eingehen soll, bzw. versuchen soll meinen Eintrag selbst zu erklären, all diese Chiffren. Du hast Recht, Chiffren stehen für Geheimnisse, die habe ich ja.
Ich möchte glaube ich an diese Stelle noch nicht über „mein“ Geheimnis sprechen, aber dennoch der ganzen Text beruht aufgrund dieses Geheimnisses, bzw. den Gefühlen und Gedanken, die mein Geheimnis in mir auslösen.

Die Vase bin ich, soviel kann ich sagen. Von daher auch die Personifikation. Ich fühle mich manchmal gebrochen, manchmal bereits begraben ja.
Bin allerdings auch in therapeutischer Behandlung (seit drei Wochen) und von daher ist schon noch Zuversicht da. Auch wenn ich erst drei Sitzungen hatte, so gibt mir meine Therapeutin wieder Standfestigkeit und Halt. Sie ist die helfende Hand, der ich gerne danken würde.
Ich bin ein sehr misstrauischer Mensch und wirklich oft in die falschen Hände geraten ja, man hat mich fallen lassen, aus sehr hoher Höhe.
Ich bin immer wieder aufgestanden. Hatte bereits eine Langzeittherapie hinter mir, aufgrund von Depressionen. Die Narben. Es sind innere Narben in mir, es gibt aber auch sichtbare Narben. Meine Oberarme sind vernarbt, ich verletzte mich selbst vor einigen Jahren. Ich wurde selten Wert geschätzt, war oft einsam, man mobbte mich. Es waren die falschen Hände.
Meine Mutter hat meine Narben gesehen an meinem Arm. Sie war emotional nicht in der Lage mich zu trösten, zu hinterfragen. Sie konnte nicht und sie wollte nicht. Stattdessen bestrafte sie mich, gab sich selbst die schuld, dass ich so unnormal geworden bin, sie hätte mich „falsch“ erzogen. Aber es stimmte nicht. Ich machte ihre Schuldgefühle zu meinen. Mein Vater war fast nie da, er hat meine Narben bis heute noch nicht gesehen, oder er will sie nicht sehen. Einmal habe ich mich getraut sie öffentlich zu zeigen, innerhalb meiner Familie. Es war eine sehr große Mutprobe. Meine Schwester hat es gesehen, mich auch darauf angesprochen. Aber sonst? Mein Vater hat es nicht gesehen, oder wollte nicht. Es ist egal. Die Zeit der Selbstverletzung ist vorbei.
Aber aktuell ist die Situation so, dass ich wieder kurz davor stehe ja, ich ohrfeige mich selbst. Wie peinlich. Ich fühle mich zerbrochen, aber ich bin noch nicht zerbrochen. Jemand zieht meinen Klebstoff auseinander, immer und immer wieder, es ist zu schmerzhaft. Der Schmerz sitz tief in meinem Inneren…. Aber ich kämpfe. Der Klebstoff ist wie Kaugummi, lässt man es los, zieht es sich wieder zusammen. Ich habe Angst den Kampf zu verlieren, trotz helfender Hände… Dann wäre ich tot, ja. Und wer würde eine einzelne blöde Vase je vermissen?
Ich bin ein einziger Scherbenhaufen. Ich bin es nicht, aber oft fühlt es sich so an. Ich habe große Angst. Niemand bedroht mich wirklich, aber dennoch bin ich wütend und habe Angst. Panikattacken. Und jetzt? Ich darf nicht reden, eine Vase kann ja auch gar nicht reden, nicht in der Realität, ich führe unheimlich viele Selbstgespräche, schreibe viel, rufe bei der Telefonseelsorge an. Und selbst in der letzten Therapiestunde, ich schwieg. Sie weiß es. Sie weiß nun mein Geheimnis, ich gab ihr einen Brief. Dort steht es drin. Ich war so abgestumpft, wie tot, keinerlei Gefühle, keine Reaktion. Ich schwieg. Wie es jetzt aktuell dort weitergeht, mal schauen….
Die Blume. Die Blume ist eine Person, aber ich weiß nicht wehr. Vielleicht sind es auch mehrere Personen. Dessen bin ich mir noch nicht klar.
Die schwarze Blüte? Sie wird ja später bunt, dies steht für die Hoffnung, dass es doch irgendwann besser wird. Schwarz ist aber nicht der Tod. Es ist mehr das Irreale, meine vielen Zweifel, ich weiß manchmal nicht mehr was Wahrheit ist und was nicht. Ob ich lüge oder nicht, daher schweige ich. Ich will nicht lügen, habe große moralische Bedenken, mache mir Selbstvorwürfe. Die schwarze Blüte ist das was, es eigentlich nicht gibt, nicht geben darf, aber dennoch ist sie da und ich sehe sie. Es plagen mich immer wieder qualvolle Bilder. Beängstigende Bilder, Bilder die gar nicht stimmen können. Die Bilder, sind meine schwarze Blüte. Sie sind da, aber oft fühlen sie sich irreal an. Manchmal sind sie dann doch wieder real. Ich muss es nur akzeptieren. Alles was ich sehr ist wahr, egal welche Farbe meine Blüte hat. Meine schwarze Blüte ist mein Geheimnis.
Sehr unheimlich das Ganze… Es ist sehr schwer.
Das ist meine Geschichte, meine Interpretation. Ich denke ich habe schon mehr erzählt, als ich je im Vorfeld dachte, aber es ist ok… Das Aufschreiben war. War gut meine chaotischen Gedanken zu ordnen…

Dann sag ich nochmals danke und vielleicht bis bald
Sophia

geronimo
Beiträge: 13
Registriert: 04.01.12 16:03

Re: Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Ungelesener Beitragvon geronimo » 25.10.12 18:23

Man muss den Sinn des Lebens für sich Finden , um wieder Freude am Leben zü haben . Einen schönen Abend .
Carpe diem . - Nutze den Tag !!!

sophia
Beiträge: 47
Registriert: 14.10.06 15:48
Wohnort: Hamm

Re: Meine persönlich und etwas rätselhafte Geschichte...

Ungelesener Beitragvon sophia » 26.10.12 19:49

Hey!

Also tut mir leid, aber deine Antwort geht gar nicht. Der Inhalt mag vielleicht noch stimmen, aber dennoch empfinde ich diese "Antwort" als sowas von unpassend und sinnlos, ja.
Weißt du eigentlich dass gaaaaaaaaaanz viele Menschen über Jahrzehnte nach dem Sinn des Lebens suchen?
Ich suche nicht mehr nach dem Sinn des Lebens, das hat nämlich eh keinen Sinn, weil ich nie eine Antwort für mich finden werde. Ich glaube auch nicht, dass es so etwas gibt, aber egal.
Du antwortest mit einem Satz in meinem Beitrag, einem öffentlichem Beitrag ja. Aber es ist mein ganz eigener und persönlicher Beitrag und du könntest damit eine Grundsatzdiskussion anzetteln, die ich gar nicht möchte. Nicht in meinem Beitrag. Hast du überhaupt meinen ersten Beitrag gelesen? Was ich mir von euch Usern gewünscht habe? Alles, aber nicht so etwas.
Meine Güte, tut mir leid, mich ärgert das gerade richtig. Vielleicht hast du es nur gut gemeint, aber nächste mal vielleicht einfach kurz vorher etwas nachdenken.
Mir zeigt deine Antwort, dass du meine Geschchte entweder gar nicht gelesen oder einfach nicht verstanden hast. Man muss mich auch nicht komplett verstehehen, ich versteh mich manchmal selber nicht. Aber wenn man keine Ahnung hat, na ja du weißt hoffentlich wie der Satz weitergeht.

Dennoch verbleibe ich an dieser Stelle mit besten und freundlichen Grüßen! (in der Hoffnung dich vielleicht wenigstens kurz zum Nachdenke gebracht zu haben)
Alles Gute!
Sophia


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