Ich schmeiße mein Leben weg

Habt ihr etwas über Euch und euer Umfeld zu erzählen, Probleme oder Kummer? Schreibt es hier rein.
problemfinder
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Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon problemfinder » 20.02.12 19:07

Hallo Leute,
mein erster Beitrag hier und gleich ein negativer. Nunja, was soll man machen.

Kurz zu mir: Ich bin 22 Jahre alt und gehe momentan auf eine FH. Soll heißen, ich mache meine 11. Klasse nach.
Ich war jetzt bereits zwei Wochen nicht mehr in der Schule. Von denen ich nur 3 Tage entschuldigt bin.

Warum ich nicht da war, mag man sich vielleicht fragen. Es hat nichts mit Faulheit zu tun, ich habe das Jahr sehr gut angefangen und stehe in den meisten Fächern 1 oder 2. Ich bin einfach deprimiert und weiß nicht, warum.

Ich habe bereits darüber nachgedacht, die Schule offiziell abzubrechen und mich abzumelden, weil ich einfach keinen Sinn mehr darin sehe. Aber was dann? Einen wirklichen Ausweg weiß ich dann auch nicht. Ich denke, auf einer Arbeitsstelle würde es mir ganz genauso gehen, was schnell meinen Rausschmiss zur Folge hätte.

Angefangen hat das ganze letztes Jahr, als ich an einer Lungenentzündung erkrankt bin. Als ich aus dem Krankenhaus kam, war ich monatelang bettlägerig oder zumindest zu schwach, um aus dem Haus zu gehen, geschweige denn zu arbeiten. Ich war für lange Zeit völlig alleine, nur gelegentlich hat mich meine Mutter besucht. Das war ein richtiges Tief, nichts geleistet im Leben, keinen Sinn gesehen, jeden Morgen aufzustehen...ein starkes Gefühl der Einsamkeit und das über Monate hinweg.

Eigentlich dachte ich, das würde sich mit dem Beginn der Schule wieder geben, doch dem ist nicht so. Bereits vor den zwei Wochen habe ich gelegentlich hier und da einen Tag gefehlt, wobei wir offiziell eigentlich nur 10 Stunden fehlen dürfen.

Man kann sich sicher denken, dass das alles als Entschuldigung keinen Pfifferling wert ist. Und wenn ich sowieso fliege, wieso sollte ich dann noch hingehen?

Die einzige Angst, die ich noch habe, ist, zu verwahrlosen und meine Freundin zu verlieren. Der ich bisher nichts von all dem erzählt habe. Aber so langsam merkt sie, was in mir vorgeht, und es wird wohl nicht mehr lange dauern...

Was soll ich tun? Ich bin eigentlich nicht der Meinung, dass ich Hilfe brauche - vor allem da ich nicht weiß, warum ich wissentlich meine Zukunft so in den Sand setze. Früher war ich immer ein sehr fröhlicher Typ, heute ist das alles nur noch Fassade.

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Vera
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Vera » 20.02.12 19:36

Im Gegensatz zu dir bin ich sehr wohl der Ansicht, dass du professionelle Hilfe brauchst. Erst einmal um herauszufinden, was tatsächlich mit dir los ist und anschließend um einen lebbaren Weg für dich zu finden. So steuerst du doch sehenden Auges auf eine Katastrophe zu.

Such dir Hilfe.

Vera
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Spocky
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Spocky » 20.02.12 19:57

Hey du :)
Geh zu einem Arzt, sprich das an. Es kann durchaus sein, dass die Depressionen vom Krankenhaus kommen. Ich hatte das auch mal, nachdem ich 4 Wochen im Krankenhaus war, damals wegen Borelliose. Ich stand damals kurz vorm Abitur (12. Klasse) und habe mir auch überlegt, alles hinzuschmeißen, habs auch getan, konnte aber glücklicherweise zurück. Ehrlich, der Zugang zu einer Hochschule ist eines der genialsten Dinge die es gibt. Wirf das nicht weg.
Mich hat da ein Arzt beraten. Manchmal ist es eine Sache, die mit Tabletten weggeht, manchmal hilft drüber reden. Geh auf alle Fälle zu einem Profi und lass dich beraten.
"Versuchungen sollte man immer nachgeben. Man weiß nie, wann sie wiederkommen." Oscar Wilde

problemfinder
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon problemfinder » 20.02.12 22:07

Danke für eure Beiträge.

Ich möchte nicht zu einem Arzt gehen. Mein Hausarzt nimmt mich nicht einmal bei körperlichen Erkrankungen ernst und wirft mir vor, ich würde die Schule nur schwänzen wollen. Und mit einem Psychologen reden...ich kann das nicht. Ich weiß ja nichtmal selbst was mit mir los ist, früher war ich so lebensfroh und habe mich immer gefragt, warum andere das nicht hinbekommen.

Ich werde versuchen, morgen zur Schule zu gehen. Auch wenn vermutlich nichts dabei herauskommen wird. Aber vielleicht bekomme ich ja noch die Chance, weiterzumachen und dann muss ich versuchen, es irgendwie durchzuziehen. Und dann...mal sehen.

Das größte Problem ist, dass ich nicht die Möglichkeit habe, mit irgendjemandem darüber zu reden. Das ist auch der Grund, warum ich anonym in dieses Forum schreibe. Mein bester Freund ist nicht der Typ, mit dem ich über sowas reden kann und meine Freundin ist schon stinksauer, wenn ich nur erwähne, dass ich irgendwo mal 2 Stunden geschwänzt habe. Was nicht heißen soll, dass sie keine guten Freunde sind, nur über diese Sache kann ich einfach nicht reden.

Mal sehen was das Leben noch so bringt.

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MarieSophie
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon MarieSophie » 20.02.12 22:37

Du brauchst Hilfe.
Wechslke den Arzt.
Aber ich weiß... um Rat fragen und ihn dann annehmen... das sind zweierlei Paar Schuh....
Und by the way... jammern hilft nicht
Jeder Jeck is anners

Karat
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Karat » 21.02.12 00:57

Darüber reden mit Leuten in deinem realen Leben willst du nicht, Hilfe in Anspruch nehmen auch nicht ! OTon du: "mit einem Psychologen reden...ich kann das nicht. Ich weiß ja nichtmal selbst was mit mir los ist". aha, aber genau dafür sind professionelle Leute da.

Freundin sauer .... warum wohl ? wie lange meinst du hast du sie noch?

Du weißt Bescheid, dass du dein Leben in den Sand setzt, dann mach es doch. Eines Tages kommt dann auf jeden Fall die große Erkenntnis "ach hätte ich doch...."

Wozu das alles, lernen sich plagen und mühen ? doch wohl um zu verhindern, dass man sich eines Tages selbst in den Hintern treten will, wenn alles zu spät und nichts mehr zu retten ist.

Was soll der Post hier, wenn du nicht doch irgendeine Lösung suchst? Tipps aus der Ferne sind immer so was, aber du solltest dir sie wenigstens durch den Kopf gehen lassen.

Von allein wird sich das alles nicht ändern und wenn du es allein nicht packst, dann such dir Hilfe, wie dir hier schon einige geraten haben, oder tritt dir jetzt selbst in den Hintern und wach auf, denn wenn du schließlich auf der Straße gelandet bist, ist es elende schwer sich dann zu berappeln.

Mach was, es ist Dein Leben. :yeah: und versuch dir zu verinnerlichen, dass du nur dieses eine Leben hast.
Fühle die Würde eines Kindes, fühl dich nicht ihm überlegen, denn du bist es nicht.

Alex-1965
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Alex-1965 » 21.02.12 03:50

Karat hat geschrieben:Darüber reden mit Leuten in deinem realen Leben willst du nicht, Hilfe in Anspruch nehmen auch nicht ! OTon du: "mit einem Psychologen reden...ich kann das nicht. Ich weiß ja nichtmal selbst was mit mir los ist". aha, aber genau dafür sind professionelle Leute da.

Freundin sauer .... warum wohl ? wie lange meinst du hast du sie noch?



Ich kann schon verstehen, dass man nach einer schlechten Erfahrung mit dem eigenen Arzt den Impuls hat, sich nicht mehr bei einem Arzt (oder Facharzt für Psychotherapie) zu offenbaren.
Aber diesem Gefühl bitte nicht auf Dauer nachhängen.
Wenn es gar nicht geht mit einem vis a vis Gespräch, gibt es auch Lösungen mit niedrigerer Schwelle:
Entweder ausschließlich telefonische Beratungsstunden oder gemischt mit Onlineberatung
-Infos gibt es bei der örtlichen Psychotherapeutenkammer.

Sich der eigenen Partnerin nicht anvertrauen können ist allerdings ein Horror,
denn der Lebenspartner muss auch so was wie der allerbeste Freund sein, den man sich vorstellen kann, meine ich zumindest.
Wenn sie sich distanziert oder sauer ist, wenn Du mal durchblicken lässt, dass Du viel mehr Probleme hast, als sie ahnt, und Du eben nicht funktionierst,
kannst Du sie echt vergessen.
Nach monatelanger Bettlägerigkeit ist ein kleinerer Teil der Betroffenen sehr belastet.
Das wissen die meisten Fachleute auch. Deshalb schließe ich mich auch dem hier bereits gesagten der anderen an. Such Dir diese Hlilfe, oder ruf bei Domian an, dass man dich an einen guten Fachmann vermittlelt

Alex

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Suggs
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Suggs » 28.02.12 17:46

klar. immer gleich zum arzt rennen, das ist die lösung. besonders in anbetracht der langen wartezeiten während die ausbildung im hintergrund weiter läuft. sehr konsruktiv. ob das ganze was bringt sei auch dahin gestellt.

wer mich kennt weis, ich bin von natur aus ein sehr unterhaltsames, progressives arschloch. jahrelang zog ne wolke von mittelmäsigkeit und gewaltbereitschaft über mir her. ich ging nie zum arzt. jeder der keine schwerwiegenden psychischen, oder intellektuellen probleme hat, ist in der lage in eigenverantwortung seinen alltag zu meistern. mein reden.

ich überlegte wieder und wieder was nun mit mir nicht stimmte, woher dieser graue schleier brei kommt der mir täglich die gute laune verpisst und meinen alltag deprimiert. ich suchte aufrichtige antworten die mir mein umfeld nicht liefern konnte. also suchte ich im sport, in der medizin, auf spiritueller ebene, selbst gurus erzählten nichts neues, alles nur puzzelteile die nichts konkretes ergaben.

eines tages beim kacken während eines usa-aufenthaltes hatte ich die eingebung, endlich einen moment der klarheit: es ist die komplette alltagskultur in der wir leben müssen und die deutsche mentalität die mich täglich nur deprimiert und in ihren idiotischen details runter zieht. der arsch der (westlichen) welt muss definitiv deutschland sein. es nervt, täglich zu tun zu haben, mit uschis und manfreds die weder besonders intelligent noch besonders engagiert sind, noch was von sich geben was auch nur ansatzweise aufrichtig oder substanziell wäre. es sind die beschissenen kleinigkeiten, die verdeutlichen was das moderne leben eigentlich für ein beschissener witz ist. woher kommt das alles überhaupt? beispielsweise unsere bescheuerten rundgelutschten, humorlosen konform-autos mit denen wir uns durch den alltag bewegen. beliebteste farbe der deutschen: silbergrau. rollende hamster mit der farbe eines silberfisches. geil. als autofan ist es irgendwann schmerzhaft sowas täglich vorgesetzt zu kriegen und das beste daran ist, wir verbrauchen mehr energie unsere verwöhnten teutonischen ärsche über die strassen zum rewe zu bewegen, als wir durch nahrung wieder aufnehmen. alleine das sagt schon alles über unsere kultur aus, finde ich. ich könnte mich noch über so viel über alltagsschwachsinn auslassen, das würde ganze bücher füllen... und mit "würde" meine ich "wird".

nun, was zieht mich aber so runter? eigentlich schmeckt der alltag ganz gut, wenn mans sarkastisch sieht, wie ne bittere version aus stromberg un täglich grüßt das murmeltier im realityformat, nur das man die kacke nicht ausschalten kann.

worauf ich mit meinem sinnlosen nachmittags-essay hinaus will: nicht alle probleme sind tatsächlich psychologische notfälle, ihr wichser. wir leben einfach in einer sinnfreien zeit und dümmlichen konsumwelt, die einen in ihrer unausweichlichkeit schnell runter zum bodensatz der gesellschaft ziehen kann, besonders in momenten, in denen man inspiration oder feste werte nötig hat und einen unsere alltagskultur/soziales umfeld dahingehend NICHTS bieten kann. solche downs kann man eigentlich nur vermeiden, wenn man authentischer durch die realität geht und sich mit dem kram der uns umgibt besser befasst, und sei er noch so stumpfsinnig (haha). generell sehe an depressiven phasen nichts negatives, man sollte sich in einer kriesenzeit einfach die zeit nehmen und sich um sich selbst kümmern. wer die lösung seiner probleme irgendwo ausserhalb sucht, kann evtl. fix scheitern, da es da nix gibt.

klartext: fuck the doctor.

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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Dude » 28.02.12 23:48

Wow, die Flachheit des Alltags erklärt an Autos.
Das ist gleich selber schon wieder so flach, dass du eigentlich schon gut reinpasst in die oberflächliche Bagage.
From what I've tasted of desire,
I hold with those who favor fire.
But if I had to perish twice,
I think I know enough of hate
To say that for destruction ice
Is also great.
And would suffice.

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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon zappa » 29.02.12 11:12

Dude hat geschrieben:Wow, die Flachheit des Alltags erklärt an Autos.


spannender wäre natürlich bestimmt ein essay von ihm über die alles entscheidende frage: "warum flimmert das kackrücklicht des neuwagens vor mir
und warum zum geier bekommt, ausgerechnet im land der autonarren, der 'ne zulassungen" statt sich nur über die farbwahl ansich zu echauffieren. :D

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Suggs
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Suggs » 29.02.12 17:57

Wow, die Flachheit des Alltags erklärt an Autos.
Das ist gleich selber schon wieder so flach, dass du eigentlich schon gut reinpasst in die oberflächliche Bagage.


problem: ist das nen kompliment oder ne beleidigung? wenns zutrifft wär ich fast nen dufte kandidat um wetten dass zu moderieren.

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zappa
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon zappa » 29.02.12 18:40

Suggs hat geschrieben:problem: ist das nen kompliment oder ne beleidigung?


seit wann stellst du dir die fragen, die wir uns bei deinen antworten stellen müssen ? :D

Karat
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Karat » 29.02.12 19:03

problemfinder hat geschrieben:..... Mein Hausarzt nimmt mich nicht einmal bei körperlichen Erkrankungen ernst und wirft mir vor, ich würde die Schule nur schwänzen wollen. ....


Mal ganz ehrlich, ist vielleicht nicht doch ein Fünkchen Wahrheit dran ? Früher war es einfacher, der Mann zog mit seiner Keule in den Wald und jagte, kam er ohne ein Wild nach Hause in die Höhle, gab es allenfalls Ärger mit der "Höhlenbewohnerin". :schreck:
Heute ist es halt so, dass man sich rühren muß, um durchs Leben zu kommen, sprich Schule, Lehre/Uni und Arbeit, was auch immer. Es fällt einem nichts in den Schoß und schon garniemand kommt und erledigt Anforderungen, die man selbst bewerkstelligen muß.
Das Gejammer, ich kann nicht, ich will nicht, hilft da nicht weiter, dann schon eher die Erkenntnis "beim Kacken" :wink: dass man sich gefälligst selbst zu rühren hat.
So mühevoll das auch ist, oder so unüberwindlich wie es im Vorfeld aussieht, ist die Sache an Ende oft garnicht. Immerhin schaffen andere das auch und das Erfolgserlebnis nach einer vollbrachten Leistung ist nicht von der Hand zu weisen.
Wie wäre es denn, dass du dir sagst "ich kann" - "ich will" und "ich werde es schaffen" Veranschauliche dir vielleicht Szenen von Menschen in anderen Ländern, die auf Mülldeponien nach verwertbaren Sachen suchen, die keine andere Möglichkeit haben um zu überleben, die nie eine Chance auf Schule, Ausbildung oder gar einen richtigen Job hatten.
Nutze die Chance, dass du lernen darfst. dass du dein Leben gestalten kannst und dass du die Möglichkeit hast, deine Träume wahr werden zu lassen. :yeah:
Fühle die Würde eines Kindes, fühl dich nicht ihm überlegen, denn du bist es nicht.

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Suggs
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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon Suggs » 01.03.12 19:51

in meinem schwachsinnigen post steckt sehr viel wahrheit, aber es wäre zu einfach es ausgerechnet euch mundgerecht aufzutischen.

wie bei vielen schwierigkeiten hängt fast alles an der eigenen einstellung. wer seine abneigungen und persönlichen meinungen spazieren trägt, wird mit seiner eigenen realität kaum eine gesunde übereinkunft finden. so kann man sich auch schnell etwas vormachen, wenn man meint sein leben absichtlich wegzuschmeissen, nur weil man sich mittlerweile daran gewöhnt hat konsequent die schule zu schwänzen. also zum arzt? bitte nicht so dramatisch, es geht auch ohne.

wer die haltung hat sein programm erfolgreich zu bewältigen, wird automatisch wieder vom "urlaub" im krankenhaus in den schulrythmus finden. man muss einfach sein ding machen, ohne sich von nichtigkeiten verrückt machen zu lassen. einfach das tun was getan werden muss, ohne ablenkung, der rest geht von selber ins fleisch über.

prost.

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Re: Ich schmeiße mein Leben weg

Ungelesener Beitragvon carola » 03.03.12 01:10

Karat hat geschrieben:Das Gejammer, ich kann nicht, ich will nicht, hilft da nicht weiter, dann schon eher die Erkenntnis "beim Kacken" :wink: dass man sich gefälligst selbst zu rühren hat.


Verteufel bitte nicht das Jammern - Es ist gar nicht so schlecht als ein Element für das seelische Wohlbefinden... (wobei natürlich ausschließliche Jammerlappen auch für mich ein Graus sind. :D )

Karat hat geschrieben:Veranschauliche dir vielleicht Szenen von Menschen in anderen Ländern, die auf Mülldeponien nach verwertbaren Sachen suchen, die keine andere Möglichkeit haben um zu überleben, die nie eine Chance auf Schule, Ausbildung oder gar einen richtigen Job hatten.


Veranschaulichen (z.B. Fernsehreportagen u.a.) reichen meist nicht mal annähernd aus für Bewußtseinsveränderungen
- dafür braucht mensch generell das unmittelbar vor Ort erleben.


Carola


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